SSDs machen HPs deutsches Rechenzentrum leistungsfähiger

Data & StorageStorage

Seit gestern bietet HP eine SSD-Version der Speicherlösung HP 3PAR P10000 – und verbaut sie gleichzeitig in seinem eigenen Rechenzentrum.

Durch die SSD-Technologie würden Cloud-Speicher schneller, die Storage-Technik des im September 2010 im Bieterstreit mit Dell erworbenen Anbieters 3PAR verringere zudem die Komplexität sowie die Betriebskosten der IT-Infrastruktur, preist HP sein neues Storage-System

Der Einbau von SSD-Platten in vorhandene IT-Umgebungen verbessere zwar in der Regel deren Leistungsfähigkeit, sei jedoch manchmal kompliziert und teuer. “Ist zum Beispiel die Anzahl der SSD pro Array beschränkt, müssen Kunden mehrere Systeme kaufen”, beschreibt der Hersteller das Problem. Dadurch stiegen der Platz- und Energiebedarf sowie die Kosten für die Klimatisierung im Rechenzentrum. Und außerdem müssten Administratoren “oftmals Daten manuell zwischen verschiedenen Speicher-Ebenen verschieben, um Service-Level zu optimieren”. Das sei zeitintensiv und erhöhe die Wartungsanforderungen in Rechenzentren – wodurch die Leistungs- und Kostenvorteile der SSD-Technologie aufgefressen werden könnten.

Auf diese Weise versucht Hewlett Packard klar zu machen, dass die eigene Lösung solche Problematiken umschifft – und wie als Beweis dafür verwendet der Hersteller sie selbst.

Die neue, reine SSD-Konfiguration des Speicher-Arrays 3PAR P10000 löse die genannten Probleme durch Einsatz einer einzigen SSD-Speicherebene, erklärt HP. Die SSD-Version liefere die gleichen Funktionen und die gleiche Leistung wie die vor einem Jahr vorgestellte Lösung HP 3PAR P10000 (Test des Storage Council hier).

Speicherchip-Netzwerk: Das HP 3PAR-System beherbergt Unmengen von SSD-Laufwerken und managt Lastverteilung und Sicherheit (Bild: HP)

Bis zu 512 SSD-Speicher pro Array seien möglich, Kosten pro Input/Output-Operation (IOPS) sänken dadurch um 70 Prozent und der Stromverbrauch um 80 Prozent. Mit dem Produkt ließen sich konventionelle Fibrechannel-SANs integrieren – die 3PAR-Technik “Adaptive Optimization” verteile dann die Daten entsprechend ihren Anforderungen automatisch in die passende Speicher-Ebene.

Die reine SSD-Konfiguration der HP-3PAR-P10000 ist ab sofort für Preise ab 270.000 Euro  erhältlich. Das klingt anfangs sehr hoch, für Big-Data-Umgebungen in größeren Unternehmen mit hohem Datenaufkommen allerdings ist das ein Klacks. Und wer sich als Unternehmer so ein Speichersystem nicht selbst leisten kann, der wird es früher oder später bei Nutzung von Cloud-Speicherdiensten unbemerkt selbst verwenden – vorrangige Käufergruppe für HPs Speichernetze sind Rechnzentrums-Anbieter und Internet-Provider.

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