20 Prozent Rückgang bei Social-Media-Verkäufen

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Verkaufen über Web 2.0 war gestern, wenn man den aktuellen Sales-Trend aus den USA auf Europa überträgt. Zur Zeit verwenden die Amerikaner lieber ihre Mobiltelefone zum Shoppen.

Der deutliche Rückgang des Verkaufs über soziale Medien in den USA muss Trendforschern ein Graus sein. Der hochgejubelte Verkauf über soziale Medien scheint seinen Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Laut den Zahlen von IBM, das in seinem Retail Online Index die Online-Verkäufe misst, ist es in den USA zu einem 20-prozentigen Umsatzrückgang bei Bestellungen über Social Media-Kanäle gekommen.

Als mögliche Erklärung für den Umsatzrückgang sehen die Analysten die fehlende Allianz zwischen Chief Marketing Officer (CMO) und Chief Information Officer (CIO) an. In Zeiten globaler Vernetzung sind Marketing und Online-Handel zunehmend Technologie-getrieben. Die fehlende Verzahnung von Marketing und Technik behindert jedoch die Einführung integrierter Technologien, die Social Media-Aktivitäten vorantreiben. Ein zweiter Faktor ist die häufig nicht konsequente Marketingstrategie zum Einsatz von sozialen Kanälen.

Nach einem kurzen Aufwärtssprung im April hat sich die Lust, über soziale Medien einzukaufen, deutlich verringert (Quelle: IBM Retail Online Index)

Infolgedessen sah der Einzelhandels-Online-Index einen Rückgang der positiven Stimmung rund um Social Media, die nach dem Online-Index von 25,1 Prozent im ersten Quartal auf 18,6 Prozent im zweiten Quartal sank.

Aufwärts ging es dagegen in einem anderen Bereich: So erzielten Einzelhändler 14 Prozent Umsatzwachstum durch mobile Endgeräte. Insgesamt macht Mobile Commerce in Nordamerika bereits 15,1 Prozent des Gesamtumsatzes im Einzelhandel aus.

Shopping per Smartphone ist in und wartet mit deutlichem Wachstum auf (Quelle: IBM Retail Online Index)