Megatrend Consumerisierung: Revolution am Arbeitsplatz?

von Mehmet Toprak 0

• Erfolgreiche Unternehmen werden sich in Zukunft vor allem dadurch auszeichnen, dass sie die ihnen zur Verfügung stehenden bzw. im Betrieb generierten Daten und Informationen möglichst effizient austauschen, analysieren und auswerten.

• Je größer die Vielfalt an Zugängen und Geräten, desto wichtiger wird auch das Thema Interoperabilität und Kompatibilität. Nur so ist ein gleichmäßiger und störungsfreier Fluss von Informationen nötig. Laut Studie können zur Zeit schon 59 Prozent aller Mitarbeiter in Unternehmen die Daten zwischen allen ihren verschiedenen Geräten tauschen

• Während jüngere Mitarbeiter zwischen 18 und 24 Jahren bei Neueinstellung großen Wert darauf legen, auch die passenden PCs, Smartphones oder Tablet-Geräte zur Verfügung zu haben, sind es gerade die älteren und erfahrenen Mitarbeiter, deren IT-Wünsche häufiger berücksichtigt werden.

• Das alte Modell “der-gleiche-Arbeitsplatz-PC-für-alle” gilt nicht mehr. Es wird zunehmend die Aufgabe des IT-Managements sein, ihre Kollegen mit den Geräten und der maßgeschneiderten IT-Ausstattung zu versorgen, bei denen diese ihre Fähigkeiten am besten einbringen können.

• Produktivität wird in Zukunft nicht mehr danach gemessen werden, wie lange jemand im Büro saß sondern wie hoch die Qualität seiner Arbeitsleistung ist. Dementsprechend sieht die Studie in Zukunft einen zunehmenden Bedarf für Software, die die Produktivität in verschiedensten Arbeitsprozessen registriert und analysiert. Damit wird letztlich auch die Steuerung der Arbeitsprozesse komplizierter und differenzierter.

• Die Aufmerksamkeit der IT-Manager wird sich in den nächsten Jahren verstärkt von den Geräten weg und zu den Daten und den Zugängen hinbewegen. Mit anderen Worten: Es ist egal, mit welchem Gerät der jeweilige Mitarbeiter oder die jeweilige Abteilung die Daten produziert. Es kommt vielmehr auf die Qualität der Daten und den unkomplizierten Austausch an.

Das Marktforschungsunternehmen TNS Global Research hat mehr als 8000 Mitarbeiter aus elf Ländern für die Studie “Evolving Workforce” befragt.

Work-Life-Balance in Gefahr

Diese Trends sind längst ein Thema auch für die Personaler geworden. Vor allem die ständige Verfügbarkeit der Mitarbeiter zu jeder Zeit und an jedem Ort könnte schon bald zu Problemen führen.

Arbeitsmarktforscher und Personaler befürchten, die ständige Verfügbarkeit könnte dazu beitragen, dass die viel zitierte Work-Life-Balance außer Kontrolle gerät oder, dass der Trend zur Zusammenarbeit in virtuellen Communitys zur sozialen Isolation Einzelner führen könnte. IT-Verantwortliche müssen deshalb wenigstens teilweise wie ihre Kollegen aus den “Human Resources” denken und die Arbeitssituation der einzelnen Mitarbeiter bei der IT-Ausstattung berücksichtigen.

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