Kaspersky feiert 15-Jähriges und zeigt Internet Security 2013

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Seit Ende der 80er-Jahre schon kämpft Eugene Kaspersky gegen Viren und Würmer, mit dem World Wide Web Anfang der 90er wurden die digitalen Bedrohungen schlimmer – und die Kaspersky Labs größer. Die neue Generation ihrer Sicherheits-Software soll sich nun vor allem durch “Safe Banking” vom Mitbewerb abheben.

Kaspersky Labs hat die Vorstellung der neuen 2013er-Generation seiner Security-Programme und die nachträgliche 15-Jahrfeier des Unternehmens in ein gemeinsames Event gepackt – die neue Software kam nicht ganz pünktlich zum Jubiläum Ende Juni und wird erst ab 28. August im Handel sein. Zeit, genau dazwischen eine Pressekonferenz zu beiden Themen anzusetzen.

Neben neuen technischen Funktionen, Kritikern zufolge nur neu verpackter vorhandener Techniken, “veröffentlichte” das Unternehmen auch einen großen Geburtstagskuchen, den die versammelte Journalistenschar verspeisen durfte. “Das ist russisch, da muss Vodka drin sein”, freute sich ein Kollege zu früh. Als Sicherheitsunternehmen wollte sich Kaspersky den Alkohol nicht erlauben – und vertraute lediglich auf hochprozentiges Marketing.

Hochprozentiges Marketing

Diesem zufolge wartet Kasperskys Security-Generation 2013 mit “Safe Money” auf. Der Marketingbegriff für die Funktionssammlung geht auf die Ergebnisse von Umfragen zurück, die vor allem den deutschen PC-Nutzern bescheinigen, bei Banking und Onlinekauf die größten Sicherheitsbedenken zu haben: 60 Prozent hätten Angst davor, ihre Banking-Daten preiszugeben.

Marketing-Manager Stefan Kremel erklärt das Zusammenspiel von URL-Prüfung bei der Eingabe, dem Start in einer  sicheren Sandbox (dem besagten “Safe Money-Modus”), und dem Nachsehen in ständig aktualisierten Phishing-Verzeichnissen bei Kaspersky, vermischt mit den gängigen Security-Techniken, als Neuheit. Bei dem Aufwand, der getrieben wird, um immer auf dem neuesten Stand zu sein und Exploits rechtzeitig abzuwehren, ist das durchaus als Neuheit zu bewerten – belegt wird das auf der Veranstaltung mit einer Unmenge von Zahlen rund um die Arbeit der Virenlabs – wie sich das eben für gutes Marketing gehört.

Man habe auch die heuristische Analyse verbessert, die Funktionen des Phishing-Moduls aufgepeppt, die Antivirus-Datenbanken optimiert, die Kindersicherung erweitert und die Installation erleichtert, gleichzeitig noch den Spam-Schutz ausgebaut und die eigene Software auf die aktuellsten Browser-Versionen und Betriebssysteme (Windows 8 etwa) angepasst. Aber das hatten eigentlich alle erwartet.

Wirklich neu ist vor allem die Oberfläche – sie sei viel intuitiver und leichter zu bedienen, betont Kremel im Vortrag und demonstriert anhand einiger Screens, wie man die Arbeit mit dem User-Interface vereinfacht hat.

Neue Oberfläche: Kaspersky Internet Security 2013
Sehr viel leichter zu bedienen: Kasperskys Generation 2013

Nachdem die die Arbeit endlich getan und die neue Software vorgestellt ist, geht Kaspersky zum lange erwarteten Teil über: zur Geburtstagsparty für das “15 Jahre alte Baby”, wie Eugene Kaspersky als stolzer Vater per Videobotschaft überbringt. Die Geschichte des Unternehmens und der exponentiell wachsenden Bedrohungen wird quasi im Schnelldurchlauf überbracht – mit einem kurzen Blick auf die Packungs-Designs der letzten Jahre, bei denen einige “wohl unter starkem Drogeneinfluss entstanden sein mussten”, scherzt Kremel.

Kaspersky-Packungen über die Jahre hinweg: Kein bisschen psychedelisch – trotz entsprechender Witze

Letztendlich kommt der Höhepunkt des Abends: Die Kaspersky-Torte. Virenfrei und ohne (alkoholische) Bedrohungen, versteht sich.

Kasperskys Marketing-Manager Stefan Kremel durfte den ersten Schnitt in die Geburtstagstorte des Antivirenspezialisten Kaspersky ansetzen. Am Ende waren alle “Bedrohungen” beseitigt.

 

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