Smarchive und Testbirds beim Münchener Businessplan Wettbewerb ausgezeichnet

Start-UpUnternehmen

Im Finale des Wettbewerbs erreichte Smarchive, Entwickler eines demnächst an den Start gehenden Onlinearchivs, den zweiten Platz, Testbirds, Anbieter von Crowdtesting-Lösungen für Unternehmen, belegte den dritten Platz. Der erste und einer der beiden punktgleichen dritten Plätze gingen an Firmengründungen aus dem Bereich Life Science.

Im Finale des Münchener Businessplan Wettbewerbs setzten sich auch dieses Jahr wieder interessante Firmen durch. Der vom Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie geförderte und unter anderem vom High-Tech Gründerfonds, Earlybird Venture Capital, der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft, der LfA Förderbank Bayern und Firmen wie Datev, Ernst & Young, Microsoft sowie Roche gesponsorte Wettbewerb findet bereits seit 1997 statt. 2012 wurden zwei Firmen aus der IT und zwei aus dem Bereich Life Science ausgezeichnet.

Das Team von Smarchive kann sich über den Erfolg beim Münchener Businessplan Wettbewerb freuen (Bild: Smarchive GmbH).

Der zweite Platz ging an die Smarchive GmbH. Sie hat ein intelligentes Onlinearchiv entwickelt, das demnächst an den Markt gehen soll. Es wird “Papierkram importieren, sortieren und auf einfache Art und Weise erledigen.” Dazu speichert es als Papier eingegangene und digitale Unterlagen gleichermaßen an einem einzigen Ort sicher ab, wo sie von überall aus mittels Smartphone, Tablet oder Browser abgerufen werden können. Mittels einer selbstentwickelten semantischen Technologie werden die Inhalte der Dokumente softwarebasiert verstanden, was Mehrwerte auch für Privatpersonen ermöglicht: Damit sind etwa eine automatische Sortierung nach Absender, rechtzeitige Erinnerungen an die Kündigungsfrist des Handyvertrags, graphische Kostenkurven für Versicherungen oder Haushalt sowie eine Vertragsempfehlung für den günstigsten Stromtarif.

Einen der beiden dritten Plätze belegt Testbirds.de. Das Unternehmen hat sich auf die Vermittlung von Testern für Apps für mobile Endgeräte und Smartphones sowie Webanwendungen für Browser spezialisiert. Mit einem großen Pool an Freizeittestern sowie Experten stehen Entwicklern sämtliche Gerätekombinationen zur Verfügung. Durch die Flexibilität der Masse werden Tests innerhalb weniger Tage durchgeführt sowie Informationen zu Bugs und Kundenfeedback eingesammelt, um die Usability zu verbessern.

Für das Testbirds-Team ist der zweite Platz ein schöner Erfolg, die vor wenigen Tagen erhaltene Finanzierung aber wahrscheinlich nachhaltiger (Bild: Testbirds GmbH).

Das Preisgeld von 2500 Euro haben die Münchner sicher gerne für die Kaffeekasse mitgenommen: Für den Ausbau ihres Geschäfts konnten sie dagegen erst vor wenigen Tagen eine Finanzierung in Höhe eines nicht näher genannten siebenstelligen Eurobetrages der Walter Beteiligungen und Immobilien AG vermelden. Das dürfte helfen sich gegen Konkurrenz wie dem Berliner Start-up Testcloud gegenüber einen Vorsprung zu verschaffen.

Der erste, mit 15.000 Euro dotierte Platz beim diesjährigen Münchener Businessplan Wettbewerb ging übrigens an die Firma Metaheps. Sie stelt aus Zellen des menschlichen Blutes durch ein patentiertes Verfahren gleichnamige Testprodukte her, die Leberzellfunktionen des individuellen Spenders aufweisen und im Rahmen von toxikologischen Tests in der Medikamentenentwicklung zum Einsatz kommen. Der zweite der beiden dritten Plätze ging an die Firma Imevax. Sie entwickelt Impfstoffe gegen Erreger von chronischen Infektionskrankheiten. Ziel ist es, durch Immunisierung gegen bestimmte Proteine die Immunblockade aufzuheben und damit einen wirksamen Schutz durch das Immunsystem zu ermöglichen.

Insgesamt haben in diesem Jahr an dem Wettbewrb 230 junge Unternehmen aus der Region Südbayern teilgenommen. Für die Finalrunde reichten insgesamt 57 Unternehmen ihren Businessplan ein. Acht Finalisten hatten im Vorfeld der Preisverleihung schließlich die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell vor einer ausgewählten Experten-Jury zu präsentieren.

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