Start-ups: Redpoint e.ventures legt 130 Millionen Dollar schweren Brasilienfonds auf

Start-UpUnternehmenVenture Capital

Der Investor, hinter dem auch die Otto Group steckt, will damit die Bedeutung des südamerikanischen Landes für die Technologieentwicklung unterstreichen. Er hat sich bereits an fünf Firmen beteiligt. Die entwicklen nicht gerade Raketentechnologie, sondern befassen sich mit den derzeit ganz gewöhnlichen Hype-Themen des Webs.

Redpoint e.ventures hat einen Brasilienfonds in Höhe von 130 Millionen Dollar aufgelegt und avanciert damit eignene Angaben zufolge zum größten Frühphaseninvestor in Brasilien. Der Fonds ist ein Joint Venture zwischen Redpoint Ventures und e.ventures. Er wird brasilianische Start-ups mit Kapital sowie auch mit einem globalen Netzwerk und Know-How unterstützen. Ziel der Investments ist es jeweils, brasilianische Unternehmen in den Bereichen B2C-Internet, E-Commerce, mobile Applikationen und Cloud Services dabei zu unterstützen, führend in Brasilien und dem Rest von Lateinamerika zu werden.

Den Fonds managen die beiden lokalen Gründungspartner Yann de Vries und Anderson Thees. “Brasilien gehört im Tech-Segment zu den am schnellsten wachsenden Märkten weltweit. Deshalb engagieren wir uns langfristig mit einem großen, aber konsequent lokal ausgerichten Fonds”, erklärt de Vries. “Mit unserer Platform bilden wir die Brücke zum Silicon Valley und anderen wichtigen Märkten wie Europa und China”, ergänzt Thees.

Sie haben mit dem Fonds bereits in fünf junge Firmen investiert: das Reiseportal Viajanet, den App- und Plattformentwickler 55Social, den Webshop Shoes4you, die soziale Shopping- und Verkaufsplattform Sophie & Juliete sowie die Grupo Xango, die sich auf dei Unterstützung brasiliansicher Start-ups konzentriert.

Redpoint und e.ventures sind bereits seit 2009 in der Region tätig. Seit dem Zusammenschluss Anfang des Jahres haben sie ein eigenes brasilianisches Investmentteam in Sao Paulo. “Erstmals haben wir in Brasilien einen erstklassigen internationalen VC mit einem regionalen Fonds, lokaler Expertise und Präsenz vor Ort. Davon profitieren brasilianische Gründer genauso wie die gesamte Startup-Szene hierzulande”, lässt sich Romero Rodrigues, prominenter brasilianischer Firmengründer und CEO des Vergleichsportals Buscapé in einer Pressemitteilung zitieren.

Von e.ventures werden derzeitz fünf Fonds verwaltet, die ihre jeweilige Ausrichtung teilweise schon im Namen anzeigen: e.ventures Europe (ehemals eVenture Capital Partners), BV e.ventures (ehemals BV Capital), e.ventures Russia, Infinity e.ventures (Asien) und Redpoint e.ventures (Brasilien). Hauptinvestor bei e.ventures ist die Otto Group. Die Beteiligungen liegen zwischen 0,5 und 10 Millionen Euro und laufen über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Der selbstgestellte Anspruch von e.ventures ist es, mit disruptiven Geschäftsmodellen neue Märkte zu schaffen.

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen