
Öffentliche WLANs: Deutsche Nutzer schützen sich unzureichend
Nach einer aktuellen Studie von Kaspersky lieben Deutsche das Surfen per WLAN, wenn sie unterwegs sind – und schützen sich dabei unzureichend.
Auf der Suche nach der schnellsten und günstigsten Internet-Verbindung würden sich viele mobile Internet-Nutzer hierzulande in freie WAN-Hotspots einwählen, ergibt eine Befragung von Kaspersky: 40 Prozent der Deutschen nutzen solche Verbindungen. Auch, wenn manchmal eine eigene Mobilfunk-Verbindung möglich ist, wird aufgrund der erreichbaren Geschwindigkeit oder des günstigeren Preises die WLAN-Connection bevorzugt.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben, teilt Kaspersky mit: Die kostenlosen Hotspots böten nur eingeschränkte Sicherheit für sensible Daten, und trotzdem setzten nur 35 Prozent der Deutschen auf IT-Sicherheitslösungen für Laptop, Smartphone oder Tablet.
“Offene WLAN-Netze sollten niemals zum Versand oder Empfang von E-Mailsmit sensiblen Inhalten genutzt werden. Auch von privaten Aktivitäten wie Social Networking ist in ungeschützten Hotspots abzuraten”, versucht Christian Funk, Virus-Analyst bei Kaspersky Lab, in einer Mitteilung den Nutzern die Sicherheits-Software des eigenen Hauses nahezulegen.
“Da nach wie vor viele Webseiten keine SSL-Verschlüsselung anbieten, werden diese privaten und wertvollen Informationen unverschlüsselt – und damit für jedermann mit geeigneter Software – drahtlos lesbar”, warnt Funk.

Die Kaspersky Umfrage zu “Wie schützen Sie was” ergab: Die Mobilgeräte sind mit den geringsten Schutzmaßnahmen versehen (Bild: Kaspersky)
In der Auswertung der Studie macht Kaspersky klar, wie brisant dies ist: 62 Prozent der deutschen Nutzer sehen Banking-Details als wichtigste Sicherheits-Priorität, 50 Prozent Passwörter und andere Onlinekonten-Details, 39 Prozent sind um die Sicherheit persönlicher E–Mails besorgt und 19 Prozent haben Angst um die Aufdeckung ihrer persönlichen Adressbuch-Einträge.
Befragt wurden weltweit 9000 Nutzer, wie sie mit drahtlosen Internet-Zugängen umgehen, darunter 1264 Deutsche. Im Detail gefragt, welche Schutzmaßnahmen sie auf welchem Gerät ergreifen, schnitten jeweils die Mobil-Devices als die unsichersten ab. Fazit der Studie für alle Mobilgeräte weltweit: “Wir folgern, dass die meisten sicherheitsrelevanten Daten auf mobilen Geräten mit den geringsten Schutzmaßnahmen liegen.”
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