Neuer Satellit soll für Prepaid-Internet-Breitband sorgen

BreitbandNetzwerke

Der Satellitenbetreiber Avanti will Kunden die Gelegenheit geben, ohne Bindung an monatliche Grundgebühren auch in bisher weißen Flecken der Breitbandversorgungs-Landschaft online zu gehen.

Das neu gestartete “Pay-As–You-Go Satellite Broadband” des Betreibers Avanti Communications soll sich insbesondere durch seine Abrechnungs-Art von den Satelliten-Internet-Mitbewerbern Inmarsat und Eutelsat unterscheiden.
Auch Konkurrenten bieten die Staelliten Internetverbindung und nutzen dazu das so genannte “Ka-Band” mit Funkfrequenzen zwishen 26,5 und 40 GHz. So flexibel bei der Abrechnung wie der Dienst der “Hylas”-Satelliten aber sind die Konkurrenten nicht.

Während sich Inmarsat auf Großabnehmer wie Fluglinien stürzt (mehr zu Internet im Flugzeug hier) setzt Eutelsat vor allem auf Monatsgbühren und Vertragsgsverpflichtungen bei seinem Dienst TooWay, der insbesondere in Deutschland groß vermarktet wird.

Avanti setzt nun auf Nutzungsgbühren für den tatsächlichen Datenverbrauch. Mit HYLAS1 kam Avanti Eutelsat bei den Ka-Band-Erdtrabanten zuvor, bei der Vermarktung aber war Eutelsat schneller und erfolgreicher. Avantis zweiter Satellit HYLAS2 wird am 2. August 2012 in die Umlaufbahn geschossen und soll neben Europa auch Teile Afrikas, den Kaukasus und Mittleren Osten bedienen, HYLAS3 ab 2015 ganz Afrika.

Statt sich auf Monatsgebühren zu stürzen, verkauft Avanti Datenpakete  in Download-Geschwindigkeiten von bis zu 4Mbps und Upload-Geschwindigkeiten von 1Mbps.

So funktioniert der Satelliten-Netz-Internet-Zugang von Avanti (Bld: Avanti)

Man wolle vor allem schlecht vernetzte Umgebungen, Urlauber und Besitzer einer Zweitwohnung erreichen, erklärt Avanti. Es sei unter anderem auch für Event-Veranstalter geeignet, die keine dauerhafte Verbindung benötigten.

Alle schon vorhandenen Wiederverkäufer, in Großbritannien unter anderem British Telekom, könnten die Dienste in Zukunft Gigabyte-weise weiterverkaufen – entweder als geteilte Bandbreite im “Shared Network” oder, vermutlich zu höheren Gebühren, als fix garantierte Bandbreiten im Satelliten-Netzwerk.

Wiederverkäufer in Deutschland sind die Anbieter IPSoftcom, Hetan, Filiago und Europa-Satellite.com; Preise werden von den Partnern bekanntgegeben, wenn der neue Service erhältlich ist.

[Mit Material von Max Smolaks, Techweek]

HYLAS2 erreicht nebenEuropa auch Afrika und den Mittleren Osten. Mit HYLAS3 soll dann ganz Afrika bedient werden – und möglicherweise europäischen Wiederverkäufern der Weg auf den schwarzen Kontinent geebnet werden.

 

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