Sicherheits-Anbieter führt neues “Krankheitsbild” ein

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Die “Nomophobie”- “no mobile phone” – komme von der “Angst vor Datendiebstahl” aus mobilen Geräten, beschreibt SecurEnvoy seinen Marketing-Gag rund um die Smartphone-bezogene Phobie. Als Medizin empfiehlt die Firma ihre Zwei-Wege-Authentifizierung.

Wie viele Unternehmen muss auch SecurEnvoy seine Ideen mit einer Marktstudie beweisen: In einer Befragung von 1000 Bürgern hätten zwei Drittel Angst, Mobiltelefone zu nutzen, kurz gesagt eine “Nomophobie”: sie fürchteten sich davor, ein Handy oder Smartphone mit wichtigen Daten darauf zu verlieren.

Für jedes Krankheitsbild sollte man den Arzt oder Apotheker befragen, und als dermaßen kompetent stellt sich SecurEnvoy dar: Man sei quasi der Erfinder der kurzfristigen Bestätigung von Transaktionen durch SMS, die inzwischen zahlreiche Banken für ihr SMS-TAN-Verfahren nutzen. Kurzum: Was Aspirin für das Kopfweh, ist SecurEnvoy für den Datenverlust.

Lösungen wie “SecurAccess” machen jedes Handy beziehungsweise Smartphone zum tokenlosen Zwei-Faktor-Authentifizierungsgerät – so kann der Zugang zum Unternehmensnetz abgesichert oder die Rechtmäßigkeit einer E-Mail festgestellt werden.

Die klassische Methode der Zugangsabsicherung mit Password-Eingabe sei zu unsicher, die Nutzung von Hardware-Tokens wie Dongles oder Magnetkarten zu kostspielig. Mit der Absicherung durch SecurEnvoy sei keine zusätzliche Software zu installieren und komplexe Prüf-, Support- und Schulungsverfahren gehörten ebenfalls der Vergangenheit an.

Die Zugangsprüfung mit SecurAccess integriere sich nahtlos in alle führenden Remote-Access-Server und Web-Services, einschließlich Microsoft OWA, Citrix, Juniper, Cisco und viele andere.

Wie bei den medizinischen Studien vor der Zulassung einer Medikation veröffentlicht nun auch SecurEnvoy umfangreiche Studienergebnisse, um das Wohlwollen der IT-Patienten zu erlangen. So hätten etwa 41 Prozent mindestens zwei Smartphones, 64 Prozent  sicherten ihr Handy gar nicht ab. Und insgesamt hätten mehr Frauen “Nomophobie” als Männer (70 Prozent gegenüber 61).

46 Prozent der Befragten nutzten keinerlei Verschlüsselung beziehungsweise Sicherheitssoftware auf ihrem mobilen Gerät, 41 Prozent vertrauten lediglich auf ihren 4-stelligen PIN-Code, und nur 10 Prozent verschlüsselten ihr Handy beziehungsweise Smartphone.

Dass bislang nur drei Prozent die “hochsichere Zwei-Faktor-Authentifizierung” nutzen, ist dem Hersteller offenbar ein Dorn im Auge – so wie Pharma-Unternehmen Millionen in Heilmittelforschung investieren und ihre Medizin dann möglicherweise doch nicht gekauft wird, versucht SecurEnvoy nun, mit einer Menge von Argumenten, die Kunden dennoch zu überzeugen, die Methode zu verwenden.

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