Nokias Umsätze sinken weiter – Wert steigt dennoch

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Obwohl die Umsätze des Handy-Herstellers deutlich geschrumpft sind, haben die Finanzanalysten den Aktienkauf empfohlen – sie hatten spät bemerkt, wie viele Werte wirklich in dem finnischen Unternehmen schlummern. Unabhängig von seiner Markt-Performance seien Nokias Patente und die Navteq-Assets weit mehr wert als der Aktienkurs vermuten lässt.

Quartalsabsatzzahlen und herbe Umsatzeinbußen ganz beiseite gelassen, stuften Aktienanalysten der Börsenmedien aktienchek.de zufolge die Werte von Nokia als positiv ein. Einerseits würde das Unternehmen hart daran arbeiten, seine Kosten massiv zu senken, andererseits seien da noch die Entwicklungen, die der finnische Hersteller auch patentiert habe.

Hat gut Lachen trotz schwieriger Wirtschaftssituation: Stephen Elop herrscht über ein riesiges Reservoir von Nokia-Patenten und wertvollen Navteq-Daten

Hoffnung auf eine bessere Geschäftsentwicklung ersticken die Analysten jedoch fast im Keim: “Die Wettbewerbsposition dürfte sich kaum verbessern” und “bis zur Markteinführung von Windows Phone 8 sei kein Momentum zu erwarten”. Doch “die Restrukturierungsmaßnahmen könnten eine Verringerung der operativen Kosten zur Folge haben” und “die Patente und die Navteq-Assets seien wahrscheinlich mehr wert als der aktuelle Aktienkurs”.

Der Hoffnungsschimmer Lumia hatte sich als Fehlstart erwiesen und die Umsätze waren massiv gefallen. Doch wer jetzt ein Nokia-Gerät kauft, wird keinesfalls im Regen stehen: Nach der Einstufung als Kaufobjekt schossen die Nokia-Werte in die Höhe, die verfügbaren flüssigen Geldmittel – schon vor der Hochstufung 3,9 Milliarden Euro – sichern den Support umso mehr ab. Und schließlich wird in der Branche schon lange gemunkelt, dass Microsoft die Finnen übernehmen würde, wenn denn bei ihnen denn alles schieflaufe.

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