Linux-PC mit 156-ARM-Prozessorkernen als Cloud-Rechner

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Calxeda, Hersteller von ARM-Multicore-Prozessoren, und die “Trystack”-Vereinigung mehrerer Hard- und Softwarehersteller wollen Anwendern zeigen, wie schnell sich selbst mit einem virtualisierten OpenStack-Cloud-Rechner arbeiten lässt. Offiziell ist es nur eine kostenlose Test-Sandbox.

Ubuntu als Linux-Desktop-Produzent, die Organisation rund um den OpenStack-Cloud-Standard und weitere Anbieter haben sich mit Multicore-CPU-Produzent Calxeda zusammengefunden, um den potentiellen Kunden einen kostenlosen Zugriff auf eine virtuelle ARM-Maschine mit Linux zu geben und ihnen damit den Mund wässrig zu machen. Das Unternehmen Calxeda wurde bereits vergangenes Jahr bekannter, als es Serverprozessoren mit 480 Kernen in Aussicht stellte.

Bei dem nun entstandenen Zusammenschluss Trystack.org können Nutzer per Facebook-Gruppe einen Account beantragen. Calxeda sendet dann die Daten, mit denen der Nutzer eine Instanz eines Rechners mit Ubuntu Linux 12.04 erzeugen kann. Trystack bezeichnet den Vorgang als “einfachsten Weg um OpenStack auszuprobieren” – es handle sich um eine Sandbox innerhalb eines OpenStack-Systems. Der freie OpenStack-Standard fist für die Bereitstellung und Verwaltung von skalierbaren Cloud-Systemen gedacht.

Das System, auf dem die Test-Instanzen gehostet sind, hat einen Calxera Energy Core mit 156 ARM-CPU-Kernen, 1040 GByte RAM und 60 TByte Festplattenkapazität als Grundlage. Der aufgesetzte virtuelle Rechner ist jedoch auf 150 GByte begrenzt.

Auf dem OpenStack-Cloud-System lassen sich Webserver einrichten oder Programme testen. Dass dies alles nur ein Test ist, beweist Calxera mit dem rigorosen Löschen aller Instanzen nach jeweils 24 Stunden. Wer weiter experimentieren will, muss seine Konfiguration sichern und eine neue Instanz erstellen.

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