Raspberry Pi bekommt spätestens im Oktober eine Kamera

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Sie besitzt einen 5-Megapixel-Sensor und wird über ein Flachbandkabel angeschlossen. Der Preis soll zwischen 16 und 20 Euro liegen. Nachdem inzwischen rund 4000 der Linux-PCs pro Tag gefertigt werden, können Kunden jetzt auch mehr als einen bestellen.

Die 5-Megapixel-Kamera wird mittels eines Flachbandkabels mit dem Raspberry Pi verbunden (Bild: Raspberry Pi Foundation).

Spätestens ab Oktober will die Raspberry Pi Foundation wie angekündigt ein Kameramodul für ihren gleichnamigen 27-Euro-PC anbieten. Wie Gründer Eben Upton auf dem Raspberry Jam Event im britischen Cambridge bekannt gab, wird es zwischen 16 und 20 Euro kosten. Die Kamera besitzt einen 5-Megapixel-Sensor. Sie wird über ein Flachbandkabel mit dem etwa kreditkartengroßen Mainboard verbunden.

Außerdem teilte Upton in Cambridge mit, dass nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Fertigung inzwischen 4000 Geräte pro Tag produziert würden, um die starke Nachfrage zu decken. Dennoch gibt es nach wie vor eine Warteliste. Ab sofort können Kunden aber auch mehr als ein Modell bei den Vertriebspartnern RS Components und element14/Premier Farnell bestellen, wie es in einem Blogeintrag heißt.

“Es besteht Hoffnung, dass wir mit 4000 Stück pro Tag bald anfangen können, die Warteliste abzuarbeiten”, sagte Upton. “Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir an einen Punkt kommen werden, an dem Sie einen kaufen und er am nächsten Tag geliefert wird.” Seit dem Start im April seien rund 200.000 Raspberry Pi ausgeliefert worden. Bis Ende des Jahres soll sich diese Zahl auf bis zu eine Million erhöhen.

Statt ein weiteres Modell auf den Markt zu bringen, konzentriert sich der Hersteller nun darauf, die Software zu optimieren. Seit April habe sich dadurch die Leistung teilweise um das Vierfache verbessert, so Upton.

Der Start des Raspberry PI hatte sich zweimal verzögert: Erst fehlte dem Linux-Rechner die CE-Zertifizierung, dann kam es zu einem Fehler in der Herstellung. Mitte April wurde die erste Charge dann ausgeliefert – und zwar an Schüler in Leeds.

Dabei handelte es sich um “Model B” der ursprünglichen Konzeption, das über 256 MByte Speicher und einen Netzwerkanschluss verfügt. Ihm soll das noch schlichtere Modell A folgen, dem Ethernet und ein USB-Port fehlen und das nur etwa 20 Euro kosten wird. Für das System ohne Chassis sind mehrere Linux-Distributionen verfügbar. SD-Card, USB-Anschluss sowie Micro-USB für die Stromvrsorgung sind ebenfalls an Bord. Der Mini-Computer basiert auf einem ARM-kompatiblen Broadcom-Prozessor mit 700 MHz, der über eine FPU und Grafikkern verfügt. Die GPU unterstützt Open GL ES 2.0, Open VG und 1080p30 H.264.


[mit Material von Joe Svetlik, CNET UK]