
Die Zukunft von Backup und Recovery
Nicht das Archivieren von Daten alleine hilft Unternehmen, auf der sicheren Seite zu sein. Möglichst schnelle Wiederherstellung der momentan wirklich wichtigen Daten hilft Unternehmen vielmehr, die geschäftskritischen Services am Laufen zu halten. Die Zeit, auf eine lange Wiederherstellung kompletter Bandarchive zu warten, haben die meisten Unternehmen nicht mehr.
Der Bereich Backup & Recovery erlebt derzeit einen rapiden Umbruch. Exponentielle Datenwachstumsraten, weniger Toleranz für Ausfallzeiten und die wachsende Komplexität der IT-Infrastrukturen wirken sich auf Backup- und Recovery-Strategien aus. Von den IT-Abteilungen wird nicht nur erwartet, verlorene Daten widerherzustellen, sondern auch geschäftskritische Services innerhalb kurzer Zeit wieder zur Verfügung zu stellen.

Walter Angerer von Quest Software meint, dass traditionelle Backup-Techniken nicht mehr ausreichen, um in Unternehmen den Betrieb aufrecht zu halten
Es ist nicht neu, dass IT-Abteilungen mehr Daten als je zuvor verwalten müssen, darunter auch eine wachsende Menge, die als unternehmenskritisch angesehen wird. Dabei sehen Kunden und Mitarbeiter Datenverluste immer kritischer und zeigen ein geringes Verständnis für Service-Unterbrechungen. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie können 53 Prozent der Unternehmen nur eine Stunde oder geringere Ausfallzeiten bei unternehmenskritischen Daten verkraften, bevor sie deutliche Umsatzeinbußen oder andere negative Auswirkungen auf das Tagesgeschäft befürchten müssen.
Die IT-Abteilungen sollten die Konzentration im Bereich Backup und Recovery nicht länger auf die Infrastruktur, sondern auf Services richten. Der Schwerpunkt muss dabei auf dem Schutz unternehmenskritischer Anwendungen und Datenbanken liegen, unabhängig davon, ob sich diese in physischen, virtuellen oder Cloud-Umgebungen befinden. Dafür benötigen sie Lösungen, die diesen Service-orientierten Ansatz adressieren und Unternehmen mit Best-of-Breed-Backup-Technologien versorgt, die das Management heterogener Umgebungen vereinfachen. IT-Administratoren werden so unterstützt, Service Levels zu erfüllen und das Geschäftsziel zu unterstützen.
Inzwischen verfügen immer mehr Unternehmen über eine verteilte IT-Umgebung, die mit geografisch verteilten Ressourcen arbeitet. Mit High-Speed-Netzwerken, standardisierter Hardware, Virtualisierung und Cloud-Lösungen kann die Arbeitsbelastung für einen bestimmten Service auf mehrere Server (physisch oder virtuell), Datenbanken und Speicher-Arrays verteilt werden. Der Service kann dabei wiederum auf eine Reihe von unterstützenden Services zurückgreifen. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Gehaltsabrechnungssystem in einem Unternehmen. Dieser Service ist für jedes Unternehmen wichtig, aber um reibungslos zu funktionieren, werden die Daten vom Zeiterfassungssystem und Informationen über Zusatzleistungen benötigt. Alle diese Dienstleistungen hängen von IT-Services ab.
Dementsprechend wäre es sinnvoll, das Gehaltsabrechnungssystem, die Zeiterfassung und Zusatzleistungen als eine ganzheitliche Anwendung mit den zugehörigen Service Levels zu verwalten.
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