Angst um den Westen: Notebook-Hersteller schieben Produktion auf die lange Bank

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Die Sorge um die Wirtschaftslage in Europa und den USA hat die asiatischen Notebook-Produzenten dazu gebracht, ihre Komponenten-Bestellungen von Juli auf August zu schieben. Einige Zulieferer befürchten jedoch, dass dies am Ende zu hektischen Eilbestellungen führt, die wiederum die Notebook-Preise beeinflussen könnten.

Kommt Windows 8 und ist dann die Nachfrage höher als erwartet, wird es wahrscheinlich zu vielen kurzfristigen  Orders der Notebook-Hersteller bei den Zulieferbetrieben kommen. Das unausgeglichene  Angebot/Nachfrage-Prinzip würde schließlich den Preis für Notebooks erhöhen. Das jedenfalls befürchten einige “Mitglieder der Lieferkette”, berichtet das taiwanische Branchenmagazin Digitimes.

Einige Notebook-Produzenten sähen “Unsicherheiten” in den USA und Europa und hätten daher entschieden, ihre Aufträge von Juli auf August zu verschieben – um genügend Zeit zu haben, den Markt zu beobachten, bevor man mit der Produktion der Geräte beginnt.

Weil einige der Komponentenhersteller in letzter Zeit bereits mit kurzfristigen Bestellungen umgehen mussten und auch unter Fachkräftemangel in den chinesischen Produktionszentren litten, könnte es bis zum Ende des dritten Quartals 2012 zu einem belastenden Anstieg der Kurzfrist-Orders kommen.

Einige Markenhersteller hätten aber noch die mangelnde Nachfrage vom vorigen Oktober im Hinterkopf und seien entsprechend vorsichtig – zudem würden sie im Juli eine geringere Auslieferungsmenge ihrer tragbaren Rechner erwarten.

Auf einen Anstieg der Notebook-Preise im Herbst kann man sich also schon einmal gefasst machen.

(Quelle kleines Bild oben: realinemedia – shutterstock.com)

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