Anwender fordern von Oracle längeren Support für Java 6

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Für die deutsche Java-Community kommt der Zeitpunkt zu früh, an dem Oracle den kostenlosen Support für JDK 6 einstellen will. Das ergab jetzt eine Umfrage des Interessenverbunds der Java User Groups (iJUG). Mit dem Update auf Java 7 haben sich viele noch nicht richtig beschäftigt.

Oracle überfordert mit seinen raschen Versionsschritten die Anwender: Der Interessenverbund der Java User Groups e.V. (iJUG) hat über seine Online-Medien sowie vergangene Woche auf dem Java Forum Stuttgart eine Umfrage zu Java 7 durchgeführt. Demnach setzen erst rund 22 Prozent der Befragten Java 7 produktiv ein. Weitere 14 Prozent nutzen aufgrund von Problemen im produktiven Einsatz Java 7 nur zum Testen.

Knapp die Hälfte aller Befragten hält es für nicht akzeptabel, dass Oracle den kostenlosen Support, also die Lieferung von Updates und Patches, für JDK 6 bereits im November 2012 einstellen will. Sie sind über diesen Termin hinaus auf das Produkt angewiesen. Auf die Frage, ob das neue JDK 7 ihre Bedürfnisse erfüllt, antworteten nahezu ein Drittel der Befragten mit “ja” und 36 Prozent mit “weitgehend”.

Tobias Frech, iJUG-Vorstand und Board-Mitglied der Java User Group Stuttgart meint dazu: “Das Thema ‘Update auf Java 7’ ist bei vielen Herstellern von Java-basierter Software noch gar nicht richtig angekommen. Oracle geht zwar mit erfreulichem Beispiel voran und stellt das zu Java 7 kompatible Release seiner Fusion Middleware zur Verfügung. Jedoch gilt auch hier, dass ein Update auf die neueste Version notwendig ist.”

“Der Druck von Oracle auf die Java-Community ist zu hoch, die Anwender können damit nicht Schritt halten”, sagt Fried Saacke, Vorstandsvorsitzender des iJUG. “Wir adressieren damit die dringende Bitte an Oracle, den Support um ein Jahr zu verlängern, damit Zeit genug bleibt, die Anwendungen umzustellen.”