Microsoft führt neue Office-365-Geschäftsmodelle ein

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So wie in Europa und den USA kann man den Cloud-Service in Asien nicht verkaufen, bemerkt Microsoft. Die neue Methode gibt Partnern mehr Anteil an den Profiten – die bisher erreichbaren kleinen Summen hatten die MS-Partner offenbar nicht genügend motiviert, das Cloud-Office-Paket zu vermarkten.

Microsoft gehe mit Verkaufsmodellen für Office 365 und Office 365 Open neue Wege, gibt Digitimes Aussagen taiwanischer Microsoft-Händler wieder. Sollte das asiatische Modell funktionieren, könnte es sich durchaus auch in anderen Märkten durchsetzen – wenn Microsoft es denn so will.

Für Asien zumindest hat der Software-Gigant  “neue Sales-Methoden” angekündigt, die “strategischen Partnern” erlauben würden, mehr von den Gewinnen abzubekommen. Taiwanische Händler würden dies als sinnvolleres Geschäftsmodell erachten, erklärt Digitimes-Autorin Miranda Chang, die derzeit auf Microsofts weltweiter Partnerkonferenz WPC in Toronto unterwegs ist.

Der direkte Verkauf an den Endkunden durch den Partner würde in Europa und den USA gut funktionieren, schreibt Digitimes, doch in Asien sei das schwer. Obwohl Office 365 schon 2011 eingeführt worden sei, würden die kleinen Kommissionen, die Händler für den Erstverkauf erhalten, diese zögern lassen, das Produkt überhaupt zu promoten – die meisten Kunden hätten weitere Abrechnungen nach dem westlichen Online-Modell direkt mit Microsoft vorgenommen.

In der östlichen Hemisphäre jedoch sei der Weg über den Handel sehr viel üblicher als im Westen, wo Vieles schon direkt verkauft wird. Mit “Office 365 Open” wolle Microsoft den Händlern nun mehr vom Online-Folgegeschäft abgeben. Das solle den Willen zur Vermarktung des Produktes stimulieren.

Im Grunde also entspricht dies einem Sales-Modell, wie es hierzulande in der Versicherungsbranche schon vorkommt: Der Verkäufer erhält nach Abschluss einer Lebensversicherung auch weiterhin Tantiemen, solange der Kunde einzahlt.

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