Microsoft zeichnet Gewinner des Imagine Cup 2012 aus

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Bei dem Programmierwettbewerb siegte ein Handschuh, der Zeichensprache in gesprochene Sprache übersetzt. Einen Öko-Sonderpreis gewann der Anti-Stau-Algorithmus des deutschen Teams Greenway.

Bei Microsofts Imagine Cup gewann dieses Jahr ein Team aus der Ukraine mit einem Handschuh, der Zeichensprache in gesprochene Sprache übersetzt (Bild: Microsoft).

Microsoft hat im Rahmen einer fünftägigen Veranstaltung in Sydney die Gewinner des Imagine Cup 2012 gekürt. Im Rahmen des Programmierwettbewerbs haben Studentenmannschaften Produkte entwickelt, die nötigen Programme dafür geschrieben und einen Geschäftsplan entwickelt.

Der mit 25.000 Dollar dotierte erste Preis im Bereich Software-Design ging dieses Jahr in die Ukraine. Das Team quadSquad hat mit Sensoren ausgestattete Handschuhe entwickelt. In Verbindung mit einem Smartphone wandeln diese Zeichensprache unmittelbar in Sprache um.

Die Lösung nennen die Studenten “Enable Talk”. Darin kommen 15 biegsame Sensoren und ein Mikrocontroller zum Einsatz. Für die Übertragung greifen sie auf Bluetooth zurück.

Das Projekt von quadSquad erinnert entfernt an den Siegerbeitrag des VDE-Sonderpreises für mikroelektronische Anwendungen beim 47. Bundeswettbewerb “Jugend forscht” im Frühjahr. Die Auszeichnung ging an drei Studenten aus Jena und Göttigen. Sie hatten einen Vibrationshandschuh entwickelt, der Taubblinden zu kommunizieren hilft.

Beim Imagine Cup gab es zudem Wettbewerbe in den Bereichen “Spiele für Windows Phone” beziehungsweise für Xbox oder PC, eine IT Challenge, Lösungen mit dem Bewegungscontroller Kinect, Metro-style-Apps, Cloud-Lösungen mit Windows Azure und Windows Phone.

Das deutsche Team Greenway erhielt beim Microsoft-Imagine Cup für seinen Algorithmus zur Stauvermeidung einen Sonderpreis (Bild: Microsoft).

Das Team Greenway, als Gewinner des Imagine Cup Deutschland der deutsche Vertreter in Sydney, erhielt einen mit 10.000 Dollar dotierten Sonderpreis für ökologisch wertvolle Projekte. Die Studenten aus Hannover und Bielefeld haben einen Algorithmus für Verkehrsoptimierung entwickelt. Er könnte künftig helfen, Staus zu vermeiden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Navigationssystemen, die Staus nach ihrer Entstehung lediglich von einer Straße auf eine andere verlagern, reserviert Greenway für Fahrzeuge Zeit-Slots auf den Straßen und kann somit Staus im Vorfeld verhindern.

Am Finale in Sydney nahmen mehr als 350 Studenten aus 75 Ländern teil. In den acht Wettbewerbsbereichen schüttete Microsoft insgesamt rund 175.000 Dollar Preisgeld aus. Zusätzlich besteht nach Wettbewerbsende die Möglichkeit, Anschubfinanzierung zu erhalten, falls das Projekt tatsächlich in ein Start-up mündet.

Video zum Wettbewerbsbeitrag des deutschen Teams Greenway zum Imagine Cup 2012

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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