Neuer Anlauf für Smartphones mit Linux-Betriebssystem MeeGo

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Daran beteiligen sich ehemalige Nokia-Mitarbeiter und Programmierer aus der MeeGo-Community. Die Aktivitäten sind unter dem Dach des Start-ups “Jolla Mobile” gebündelt. Dessen COO ist Matt Dillon, der frühere MeeGo-Entwicklungsleiter bei Nokia.

Das überwiegend ehemalige Nokia-Mitarbieter beschäftigende finnische Start-up Jolla Mobile hat Smartphones mit dem Linux-Betriebssystem MeeGo angekündigt. Das zusammen mit Intel entwickelte OS war bei Nokia ebenso wie Symbian ein Opfer der Umstellung auf Windows Phone geworden. Chief Operating Officer von Jolla ist Matt Dillon. Er war elf Jahre lang bei Nokia und leitete dort zuletzt die MeeGo-Entwicklung.

Das N9 blieb das einzige MeeGo-Endgerät von Nokia. Auf ihm will Jolla Mobile aufbauen (Bild: Nokia).

Das Jolla-Team besteht aus ehemaligen Direktoren und wichtigen Mitarbeitern von Nokia, die mit MeeGo und dem N9 befasst waren. Außerdem habe man “einige der besten MeeGo-Entwickler aus der Community” anwerben können.

Sie alle glauben, dass Nokias N9 “das weltbeste Smartphone” gewesen sei. “Es verdient, fortgesetzt zu werden – und das werden wir gemeinsam mit all den klugen und begabten Leuten tun, die zu MeeGos Erfolg beitragen.” Zusammen mit internationalen Investoren und Partnern wolle man MeeGo-basierte Smartphones konzipieren, entwickeln und verkaufen.

Eine eigene Homepage hat Jolla Mobile noch nicht. Interessenten können sich aber via Facebook oder Twitter von dem Unternehmen auf dem Laufenden halten lassen.

MeeGo ist aus Nokias Projekt Maemo und Intels Eigenentwicklung Moblin zusammengewachsen. Inzwischen arbeitet Intel daran, es mit LiMo zu TiZen zu verschmelzen.

Erst vor kurzem haben Acer und Asustek angekündigt, Netbooks mit diesem mobilen Linux-System im zweiten Halbjahr 2012 auf den Markt zu bringen. Verkaufen wollen sie es in erster Linie in sogenannten “emerging markets”, unter anderem in Afrika.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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