Microsoft fördert Start-ups mit neuem Bing Fund

SoftwareStart-UpUnternehmen

Der Softwarekonzern erhofft sich mehr Innovation für seine verlustreiche Online-Sparte. Für den Fund ist Rahul Sood verantwortlich. Er hat VoodooPC gegründet und war danach bei HP und Microsoft tätig.

Rahul Sood

Microsoft bereitet mit dem “Bing Fund” ein Gründerzentrum vor, das Start-ups in der frühen Phase unterstützen soll. Der Softwarekonzern erhofft sich davon mehr Innovation für seine noch immer verlustreiche Online-Sparte.

Als General Manager für den Fund ist der 39-jährige Rahul Sood verantwortlich, der sich selbst als erfolgreicher Gründer bewiesen hat. Er gründete 1993 mit VoodooPC ein Start-up, das sich auf die Entwicklung von hochgerüsteten Gaming-PCs für Enthusiasten spezialisierte. Nachdem VoodooPC 2006 von HP übernommen wurde, war Sood bei HP als CTO für die Gaming-Sparte verantwortlich, die Produkte wie HP Blackbird, HP Firebird, und HP Envy entwickelte.

2010 wechselte er zu Microsoft und war dort zunächst in der Entertainment-Sparte rund um die Xbox tätig. Seit März dieses Jahres ist er in Microsofts Online-Sparte an den Vorbereitungen für Bing Fund beteiligt. Rahul Sood machte auch immer wieder durch meinungsfreudige Blogeinträge auf sich aufmerksam.

Ein Stellenangebot von Microsoft beschreibt Bing Fund näher als einen “Angel Incubator”, der Start-ups fördern und begleiten soll, um “eine Welle von Innovation” zu Microsofts Online Services Division zu bringen. Zum Investment-Portfolio sollen Start-ups gehören, die in den Bereichen Web, Desktop, Mobile sowie Konsole tätig sind. Aus einer weiteren Stellenbeschreibung geht hervor, dass die Start-ups nicht zwingend mit Microsofts eigenen Tools und Plattformen (wie C#, ASP.NET, Azure) arbeiten müssen, sondern auch “LAMP, Ruby on Rails, PHP, AWS, Heroku, Google App Engine etc.” infrage kommen.

Microsoft hat gute Gründe, sich mehr innovativen Schwung für seine Online-Sparte zu wünschen. Es musste eben 6,2 Milliarden Dollar auf diese Sparte abschreiben. Der größte Teil der Abschreibung entfiel auf die Akquisition der Online-Werbefirma Aquantive, die sich nicht ausgezahlt hat.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]