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IETF will Audiocodec Opus zum Standard erheben

Die Internet Enineering Taskforce nimmt für den angepeilten Soundstandard nicht Apples AAC und nicht das bekanntere Open-Source-Projekt Ogg Vorbis, sondern verlässt sich auf Entwicklungen, die Know-how von Skype, Mozilla und Vorbis kombinieren.

von Manfred Kohlen 0

Der neue Audiocodec für Echtzeitkommunikation heißt “Opus interactive audio Codec” und soll Sprach- wie Musik-Übertragungen im Netz verbessern. Dazu haben sich die Branchengrößen  hinter verschiedenen Codec-Projekten zusammngefunden und verbinden Techniken von Skypes Sprachcodec SILK und dem xiph.org-Codec CELT, der hinter Ogg Vorbis steckt.

Nachdem die Audiogranden ihre Ziele in einem Internet Draft abgesteckt haben  und darin festlegten, dass die Software mit variablen Bandbreiten, Sampling-Raten, bis zu 255 gleichzeitigen Soundkanälen und verschiedenen Datenpaketgrößen umgehen können muss, ist die IETF bereit, den Plan als Standard anzuerkennen.

So sollen Mono-VoIP-Anwendungen in 6 kBit/s bis zu Stereo-Musiktransfers in 510 kBit/s mit dem selben Codec möglich sein – er passt sich jeweils den Anforderungen an, um eine möglichst geringe Latenzzeit zu bieten. Damit sollen etwa Live-Jam-Sessions von Musikern in verschiedenen Kontinenten stattfinden können. Auch Konferenzschaltungen ohne lästige “Ruckler” im Ton sollen möglich sein

Vorabversionen von Codec-Umsetzungen stehen zum Download für Windows und Mac OS X zur Verfügung. Interessant ist Opus vor allem für Anbieter von Konferenzsystemen – das Pojekt ist offen und Xiph.org, das die Internet-Nutzer vor Finanzhaien hinter den Standards bewahren will, ist mit von der Partie.

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