Die zentrale Cloud-Ressource ist das Netzwerk

von Eugen Gebhard 0

Vorteile einer intelligenten Netzwerkstruktur

Ein intelligentes Netzwerk, das die Konnektivität zwischen Rechenzentren optimiert, optimiert auch das Cloud-Netzwerk. Intelligente Cloud-Management-Anwendungen ermöglichen schnellere Vorgänge im Netzwerk, kleinere Latenzen und verbessern so die Performance Applikationen und Services. Die Fähigkeit, sich an verschiedenste Verbindungen und Services anzupassen, ermöglicht den Anwendern die Nutzung von Cloud-Services und Plug&Play-Netzwerkressourcen. Eine neue Netzwerkinfrastruktur erlaubt es Cloud-Service-Providern außerdem, ihre Rechenzentren durch Konsolidierung und Echtzeitlastverteilung ohne Qualitätsverlust zu optimieren. Zusätzlich wird auch die Zuverlässigkeit gesteigert, da sich das Netzwerk selbst repariert und sogar mehrfach redundant ist. Durch nahtlose Skalierbarkeit, effizientes Bandbreitenmanagement und automatisierte Vorgänge verringern sich außerdem die Kosten.

Wichtiger Faktor: Die Sicherheit
Beim Aufbau eines solchen intelligenten Netzwerkes gilt es auch, die Sicherheit des Netzes und der darin transferierten Daten zu gewährleisten. Obgleich Unternehmen bisher hauptsächlich auf Server-Seite angegriffen wurden, so erfolgen Angriffe aktuell auch auf das optische Core-Netzwerk. Eine sorgfältige und ganzheitliche Vorsorge ist demnach zielführender als reaktive Maßnahmen.

Obwohl optische Datenleitungen schwer auszuspähen sind, lassen auch sie sich hacken. Entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt, genügen leicht zugängliche Mittel, um das Licht und damit auch die übertragenen Daten unbemerkt bearbeiten zu können. Ein Hackerangriff auf eine optische Netzwerkinfrastruktur kann besonders folgenschwer sein, da die übertragenen, in optischen Signalen codierten Informationen bei einem Zugriff auf das System komplett gestohlen werden können. Zuverlässigen Schutz gegen fremde Eingriffe bietet eine entsprechende Verschlüsselung. Sie verbirgt den Datenfluss und macht eine Manipulation unmöglich. Der Einsatz anerkannter Verschlüsselungs-Algorithmen und Schlüsselmanagements sowie eine häufige Erneuerung der Schlüssel bieten hier einen umfassenden Datenschutz.

Von der Komplexität der Sicherheitsanforderungen darf die Leistungsfähigkeit selbstverständlich nicht in Mitleidenschaft genommen werden. Laufzeitempfindliche Netzwerkprotokolle oder Anwendungen fordern Verschlüsselungsmechanismen mit Laufzeiten von nur wenigen Mikrosekunden. Bei optischen Lösungen erfolgt die Verschlüsselung mit minimaler Latenz in der Hardware auf einem unteren Layer. Zusätzlich kann die Netzwerkbandbreite komplett für den Datentransport genutzt werden, so dass sowohl latenzempfindliche als auch bandbreitenintensive Anwendungen profitieren.

Fazit

Unternehmen stehen nicht nur vor der Herausforderung, intelligente Server- und Storage-Lösungen einzusetzen, sie stehen vor allem vor der Aufgabe, leistungsfähige und stabile Netzwerkinfrastrukturen zu implementieren – die Grundlage des gesamten Datentransfers. Nur so können sie die eigenen Erwartungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit mit Cloud Computing verknüpfen. Das Netzwerk ist dabei das Herz eines IT-Geschäftsmodelles in der Cloud. Mit einer intelligenten Netzwerkstruktur können die verschiedensten Dienste und Anwendungen effizient und zuverlässig aus der Cloud heraus genutzt werden.

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