
Die zentrale Cloud-Ressource ist das Netzwerk
Maximale Skalierbarkeit und mehr Bandbreite in der Private Cloud? Ciena-Zentraleuropa-Chef Eugen Gebhard meint allen Anbietern von Optimierungs-Produkten zum Trotz, dass schon das Netzwerk selbst dynamisch und flexibel arbeiten muss. Als Anbieter der hardwarenahen Infrastruktur-Komponenten beschäftigt sich Gebhard mit den nötigen Netzwerkgrundlagen etwa für optische Datenübertragung in Glasfasernetzen – die hier eingesetzten Optimierungen kommen schon zum Tragen, bevor Software überhaupt eingesetzt wird. Ein Diskurs vomLichtwellenmultiplexing bis zu optischen Hacks.
Die optimale Ausnutzung der eigenen Rechenkapazitäten – das verspricht die Private Cloud den Unternehmen. Ganz nach Bedarf sollen die Anwender Zugriff auf einen gemeinsamen Pool von Servern, Speicher, Applikationen und Services haben – flexibel und unabhängig vom Standort. Dabei wird das Netzwerk zur zentralen Ressource, denn gerade die Verbindungen zwischen einzelnen Rechenzentren müssen genauso dynamisch und flexibel arbeiten wie die Rechenzentren selbst. Nur so können die Möglichkeiten, die die Private Cloud bietet, in vollem Umfang ausgeschöpft werden.
Egal ob Speicher- und Rechenkapazitäten, Kosteneinsparungen oder Skalierbarkeit: Das Thema Cloud wird mit fast unbegrenzten Möglichkeiten assoziiert. Einer aktuellen Studie des Marktforschers Kelton Research zufolge, setzen inzwischen mehr als 75 Prozent der deutschen Unternehmen auf die Cloud. Es gilt dabei drei Formen der Cloud zu unterscheiden: Die Public Cloud ist offen für eine beliebige Anzahl von Kunden. Dementsprechend können Applikationen dort von verschiedenen Anwendern gemeinsam genutzt werden. Die Private Cloud dagegen ist eine unternehmenseigene IT-Umgebung mit strenger Zugangskontrolle. Die Hybrid Cloud ist eine Mischung aus beiden.
Netzwerkspezialisten wie Ciena rechnen mit einem Anstieg des Datenaustauschs zwischen Unternehmensnetzwerken und Cloud-Rechenzentren. Viele Anwender haben ihre Cloud-Tests beendet und beginnen auch geschäftskritische Anwendungen zu virtualisieren. Damit einher geht auch ein höherer Bedarf an Bandbreite.
Der sichere und latenzarme Transfer großer Datenmengen im WAN ist obligatorisch für die Anbindung und Synchronisierung georedundanter Ausweichrechenzentren im Unternehmensnetzwerk. Auch für den Einsatz virtueller Maschinen über die Grenzen lokaler Rechenzentren hinweg ist er unverzichtbar: Wenn so genannte vApps (virtual Appliance) auf mehrere virtuelle Maschinen zugreifen können sollen, dann müssen sowohl alle beteiligten Server als auch das Netzwerk immer die volle Input/Output-Leistung vorhalten.
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