LTE-Ausbau in den Städten nimmt Fahrt auf

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Nach wie vor bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Am besten versorgt sind derzeit Hamburg und Sachsen. Am geringsten ist die LTE-Abdeckung in Brandenburg und Baden-Württemberg.

Der Stand der LTE-Netzabdeckung in Deutschland nach Zahlen des Portals 4g.de (Stand: Juli 2012).

Der Ausbau des LTE-Netzes in Deutschland kommt zügig voran. Bereits in 14 der 16 Bundesländer sind die so genannten “Weißen Flecken” geschlossen. Ein Drittel aller Standorte, das entspricht etwa 13,2 Millionen Haushalten, hat aktuell Zugang zum mobilen Highspeed-Internet der vierten Generation (4G). Allerdings bestehen zwischen den Bundesländern weiterhin teils erhebliche Unterschiede bei der LTE-Netzabdeckung, so das Ergebnis der zweiten LTE-Studie des Portals 4G.de.

Sie basiert auf knapp 45.000 Standorten, die von April bis Juni 2012 über die LTE-Verfügbarkeitsabfrage auf der Site von Nutzern aus ganz Deutschland abgefragt wurden. Für diese Abfrage greift das Portal auf die entsprechenden Werkzeuge bei den Providern zurück und fasst das Ergebnis übersichtlich zusammen. Die Zahlen unterscheiden sich nur wenig von den Ende Mai veröffentlichten, beruhen nun aber auf einer solideren Datenbasis.

Spitzenreiter bei der LTE-Abdeckung ist mit 54 Prozent versorgter Standorte der Stadtstaat Hamburg. Mit Vodafone und T-Mobile sorgen dort bereits zwei Netzbetreiber für einen raschen LTE-Netzausbau. Außerdem greifen dort die Restriktionen bezüglich der “Weißen Flecken” nicht. Und zu guter Letzt ließen sich mit relativ geringem Aufwand große Teile des Bundeslandes mit LTE-Sendemasten abdecken.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die Hansestadt die Nase gegenüber den zwei anderen Stadtstaaten Berlin und Bremen – wo die Rahmenbedingungen ähnlich sind – dennoch deutlich vorne hat. Sie kommen nämlich nur auf 36 beziehungsweise 43 Prozent. Damit liegen sie zwar im oberen Mittelfeld, jedoch hinter den zweit- und drittplatzierten Flächenstaaten Sachsen (47 Prozent) und Thüringen (43 Prozent). Die beiden profitierten wiederum im Rahmen der Weißen-Flecken-Regelung in den vergangenen Monaten besonders vom LTE-Ausbau.

Schlusslicht bei der LTE-Netzabdeckung sind mit 22 beziehungsweise 23 Prozent Brandenburg und Baden-Württemberg. 4g.de erklärt sich das durch die Struktur dieser Bundesländer: Einerseits seien sie zwei flächenmäßig relativ groß, andererseits befänden sich dort eben auch Großstädte wie Stuttgart, Mannheim, Potsdam und Cottbus, die beim LTE-Netzausbau bisher nicht im Fokus der Netzbetreiber gestanden haben.

Nachdem Ende Juni 2012 die Weißen Flecken in Sachsen-Anhalt und Thüringen geschlossen wurden, haben die Netzbetreiber ihre Verpflichtungen zum LTE-Ausbau in 14 der 16 Bundesländer erfüllt. In den zwei verbleibenden Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist der der LTE-Ausbau laut Bundesnetzagentur so weit fortgeschritten, dass auch dort in nächster Zeit die Weißen Flecken geschlossen sein werden. Aktuell ist damit zu rechnen, dass der LTE-Ausbau auf dem Land bereits dieses Jahr abgeschlossen sein wird. Weitere, immer wieder aktualisierte Statistiken finden Interessierte unter www.4G.de/statistiken.

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