Deutsche fordern Gesetze zum Erzwingen des Datenschutzes

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IT-Dienstleister Unisys befragte für seinen halbjährlichen Security-Index – eine weltweite Studie über Sicherheitsbedenken in den Bereichen nationale, finanzielle, persönliche und Internet-Sicherheit – zahlreiche Anwender. Ein zentrales Ergebnis: In der Bundesrepublik will man seine Datensicherheit im Unternehmen durch Gesetze garantiert haben.

Persönliche Daten müssen mit den bestmöglichen IT-Sicherheitstechnologien in Unternehmen geschützt werden, forderten 81 Prozent der deutschen Studienteilnehmer. Und das solle gefälligst mit Paragraphen von den Unternehmen eingefordert werden, verlangen immerhin 69 Prozent der Befragten.

Dies berichtet Unisys über seine aktuellen Befragungs-Ergebnisse. Die nötigen Maßnahmen dazu sollten zudem von unabhängigen Prüfunternehmen zertifiziert werden, wollten die deutschen Anwender noch einmal sicherstellen. Auf die landeseigene Gesetzgebung vertraue man dabei mehr als auf die EU-weiten Regeln. Von den und 1000 Umfrageteilnehmern aus Deutschland  würden nur 23 Prozent wegen EU-Regelungen auf ein deutsches Datenschutzgesetz verzichten – selbst, wenn die EU-Vorgaben strenger wären. “Das anspruchsvolle deutsche Datenschutzrecht hilft dabei, die Bedürfnisse des Marktes zu erfüllen”, zitiert Unisys dazu Lutz Neugebauer, Bereichsleiter beim Bitkom.

Der aktuelle Unisys Security Index zeige, dass sich die Deutschen nach wie vor insbesondere um ihre persönlichen Daten sorgen – Bedenken Nummer 1 ist wie auch in den Vorjahren das Thema Identitätsdiebstahl: Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) sind extrem oder sehr besorgt darüber, dass ihre persönlichen Daten gestohlen oder missbraucht werden.

Unternehmen müssen sich also darauf einstellen, dass ihnen künftig  bei der Umsetzung ihrer Sicherheitsmaßnahmen mehr auf die Finger geklopft wird – wenn denn die Vorstellungen der IT-Anwender in die politische Realität umgesetzt werden.

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