Surface-Tablet führt zu Personal-Rochade bei Microsoft

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Das Surface-Tablet ändert Microsofts Geschäftsmodell: Der Software-Riese wolle wirklich ernsthaft in das Hardware-Business einsteigen, interpretieren taiwanische Hersteller den abrupten Führungswechsel bei Microsofts OEM-Abteilung.

Die Herstellerbeziehungen, die Steven Guggenheimer, der bisherige Leiter des MS-OEM-Geschäftes, in Jahren aufgebaut hatte, seien dem Software-Unternehmen offenbar nicht mehr wichtig, streut Branchen-Lobbyist Digitimes enttäuscht und drückt damit die Besorgnis der Hersteller aus, Microsoft signalisiere mit dem Wechsel zu Nick Palmer als künftigem Corporate Vice President der OEM-Division, das Surface-Tablet sei eben nicht nur eine kurzfristige Promotion-Aktion für Windows 8.

Microsoft beginne mit dem Surface ein neues “Software + Hardware”-Geschäftsmodell, das den bisherigen Hardware-Partnern Ärger bringen werde, zitiert Digitimes Analysen der üblichen “Quellen” aus dem Herstellerumfeld.

“Weil Microsoft in das Hardwaregeschäft einsteigt, sorgt es sich nicht mehr um die langfristigen Beziehungen zu den Hardware-Partnern und hat deswegen seine Position verändert”, lästert das Digitimes-Redaktionsteam über den Windows-Hersteller – aber gesagt hätten das natürlich nur “die Quellen”.

Für den Käufer könnte all das bedeuten, dass Microsoft im Grunde Apples Erfolgsmodell nacheifert und mit eigener Hardware lieber das hochpreisige Segment beliefert als im Preiskampf der vielen OEMs mitzumachen – Windows-Systeme könnten also langfristig teurer werden.

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