Amazon arbeitet an einem eigenen Kartendienst

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Einem Bericht zufolge wurde das Start-up UpNext übernommen. Das New Yorker Unternehmen entwickelt interaktive 3D-Karten und bietet Mapping-Apps für iOS und Android an. Analysten werten den Kauf auch als Hinweis auf Pläne von Amazon für ein eigenes Smartphone.

Amazon hat sich mit dem Start-up UpNext einen interaktiven Kartendienst geschnappt (Screenshot: ITespresso).

Amazon hat einem Bericht der Agentur Reuters zufolge das in New York ansässige Start-up UpNext gekauft. Das Unternehmen entwickelt interaktive 3D-Karten für mobile Geräte. Für den Online-Händler bedeutet die Übernahme den Einstieg in den Markt für digitale Kartendienste. Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht bekannt.

Im Rahmen der Kaufvereinbarung ziehen die Gründer von UpNext – Raj Advani, Vik Advani, Robin Har und Danny Moon – von New York nach Seattle um. Am Firmensitz von Amazon sollen sie die Leitung der Mapping-Sparte übernehmen und die Pläne des Unternehmens für einen Kartendienst vorantreiben.

Die von UpNext entwickelten interaktiven, detailreichen Karten liegen für mehr als 50 Städte in den USA vor. Sie sind über Apps für iPad, iPhone und Android auf mobilen Geräten verfügbar. Nutzer können sich auf Straßenniveau durch die Karten bewegen und Objekte auswählen, um Informationen zu erhalten oder verschiedene Ansichten der Umgebung auswählen.

Amazon könnte mit einem eigenen Kartendienst die Attraktivität künftiger Versionen seines Tablets Kindle Fire erhöhen, das derzeit keinen GPS-Empfänger besitzt. Kindle-Nutzer sind derzeit auf Android-Apps oder browserbasierte Kartendienste angewiesen. Analysten zufolge könnte der Kauf von UpNext auch ein Hinweis darauf sein, dass Amazon Pläne für ein eigenes Smartphone hat.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]