Samsung testet DDR4-Speicher für Server

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Schnell und stromsparend sollen die Speichermodule aus Korea sein – und speziell in großen Server-Umgebungen eingesetzt werden. Der Hersteller möchte damit ein neues Marktsegment für “Premium”-Speicher begründen.

Gerade erst lieferte Samsung seine “grünen” DDR3-Speicher aus, die inzwischen in 20-Nanometer Schaltdichte produziert werden und laut Hersteller speziell dafür gedacht sind, Energie in Server-Umgebungen einzusparen. Doch kaum hat der koreanische Elektronikriese diese auf den Markt gebracht, prüft er schon die nächste Generation.

Die ersten 16-GByte-DDR4-Module sollen speziell in Servern großer Unternehmen zum Einsatz kommen – der Hersteller will mit ihnen sogar ein neues Marktsegment öffnen: den “Premium-Speichermarkt”, der nicht mehr so abhängig ist von den drastischen Preisschwankungen wie sie im Consumer-Speicherbereich vorherrschen. Insbesondere der Betrieb unternehmenskritischer Applikationen soll von den schnellen grünen Chips profitieren.

Samsung will mit DDR4 Speicherraten von bis zu 3200 MBit/s erreichen – DDR3 gilt mit 1600 Mbit/s schon als schnell. Dabei sollen nur noch 1,2 Volt Strom verbraucht werden – die nötige elektrische Spannung für den Betrieb von DDR3-RAM lag noch bei 1,35 Volt. Man senke so den Stromverbrauch des Server-Speichers um ganze 40 Prozent, betonen die Samsung-Forscher.

Mit der DDR4-Forschung begann der Elektronik-Konzern schon früh und erreichte im Januar 2011 in 2-Gbyte-Modulen mit 30-Nanometer-DDR4-Chips immerhin schon eine Übertragungsrate von 2133 Gigabits pro Sekunde.Derzeit arbeite man daran, die Produktspezifikationen für die 16-GByte Serverspeicher-Module gemeinsam mit anderen Produzenten in den JEDEC-Standard für grüne Speichertechnik aufnehmen zu lassen.

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