Studie: Mangelnde Cloud-Leistung bedenklich für Geschäftsprozesse

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Zwei Drittel der von Alcatel-Lucent befragten IT-Entscheider sehen Cloud-Anwendungen als gefährlich an: Läuft das Geschäft noch, wenn die Leistung einmal nicht mehr verfügbar ist?

Einer Studie des Telekommunikations-Unternehmens zufolge “sehen zwei Drittel der IT-Entscheider die Cloud-Leistung als bedenklich für ihre Geschäftsprozesse” an. Damit geht Alcatel-Lucent auf die Ängste von Cloud-Kritikern – um dann die Absolution zu erteilen, man habe ja die passenden Lösungen, bei denen niemand etwas befürchten muss.

Mögliche Ausfälle seien bei den Unternehmen die größte Hemmschwelle bei der Einführung von Cloud-Lösungen. Doch Kommunikations-Serviceprovider gälten als “glaubwürdigste und zuverlässigste Anbieter von Cloud-Services”, klopft sich Alcatel-Lucent selbst auf die Schulter.

Die Studie zeige, dass Bedenken “hinsichtlich der Leistung bei Stabilität, Reaktionszeit und End-to-End Verfügbarkeit” die meisten Unternehmen davon abhielten, sich auf Cloud-Dienste zu verlassen. Die Leistungsfähigkeit sei für die Befragten der wichtigste Aspekt, der bei Cloud-Lösungen besser werden müsse. Als weitere wichtige Punkte wurden Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Kosten und Benutzerfreundlichkeit genannt.

Mahnend erhebt das Telco-Unternehmen die Hand: “Auf dem Spiel steht der weltweite Markt für Cloud-Services!”. Dem Bereich werde laut Gartner bis zum Jahr 2015 immerhin ein Wachstum auf 177 Mrd. Dollar vorausgesagt.

Die Marktstudie erhob das Unternehmen unter 3.886 IT-Entscheidern in mittleren und großen multinationalen Technologie-Unternehmen aus sieben Ländern. Mängel bestünden vor allem in den “heutigen Public Cloud Services” und dies vor allem hinsichtlich Service-Verfügbarkeit und –Qualität, habe die Befragung ergeben.

Schon wegen des Risikos von Service-Ausfällen nutzten zwei Drittel die Cloud nicht für Geschäftsapplikationen, 46 Prozent der Befragten hielten die derzeitigen Verzögerungen von Cloud-Service-Systemen für inakzeptabel und jeder vierte Befragte habe beanstandet, dass in Fällen, bei denen die Service-Level-Agreements (SLAs) nicht greifen, keine einfache Lösung angeboten werde. In den Worten “Zwei von fünf IT-Entscheidern berichteten von häufigen oder länger andauernden Serviceausfällen” kulminiert die Warnung vor Anbietern aus der reinn Hard- oder Software-Ecke.

Immerhin seien 44 Prozent der befragten IT-Abteilungen zuversichtlich, dass die Schwächen der heutigen Cloud-Services in Zukunft behoben würden. “Sie erwarten daher eine stärkere Nutzung von Cloud-Services innerhalb der nächsten drei Jahre”, beschwichtigt das Unternehmen die Neinsager.

Die Untersuchung legt auch klar, dass Qualität Geld kostet: IT-Entscheider in allen Regionen seien bereit, für leistungsstarke Cloud-Lösungen etwas zu bezahlen. Ein “Carrier-Grade Cloud-Service” sei für IT-Entscheider viermal attraktiver und habe das Potenzial, zehnmal höhere Umsätze zu erwirtschaften als bestehende Cloud-Dienste. Kurzum: Alcatel-Lucent möchte nicht nur seine Leitungen und Software verkaufen, sondern aus einer Hand auch “komplexe Netzwerkkonfigurationen, VPNs und weitere Services sowie eine garantierte Bandbreite und Geschwindigkeit” anbieten.

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