Neue Beta: Swype bringt lebendige Tastatur mit “Vorahnung” und Sprach-Hilfe

Allgemein

Das neue Update der Touchpad-Tastatur-Software birgt zahlreiche Neuerungen beim intelligenten Umgang mit Eingaben: Neben seiner prädiktiven Wort-Eingabe, zusätzlich integrierten Handschrift-Erkennung und dem Einbau von Dragons Spracherkennung hilft Swype auch anderweitig bei der schnellen und akkuraten “Befütterung” des Tablet-PCs.

Die erste neue Version der Swype-Tastatur seit dem Swype-Kauf durch Nuance (der Firma hinter “Dragon Naturally Speaking”) ist ein großes und wichtiges Update für die beliebte Android-Software. Die Betaversion des Programms ist nun im “Swype Beta-Programm” zum Download erhältlich.

(Bild: Swype-Wort-Vorhersagen im Pop-Up-Menü beschlenigen die Texteingabe. Quelle: arstechnica-Test)

Das Touchscreen-Keyboard erlaubt dem Nutzer, einen Text einzugeben, indem mit den Fingern über ein virtuelle Tastatur gestrichen wird und dabei aus den aufpoppenden Menüs möglicher Buchstaben- und Wortkombinationen sehr schnell ein Text zusammengesetzt werden kann. Diese Methode wurde von Cliff Kushler entwickelt, der bereits das prädiktive SMS-Texteingabesystem T9 erfunden hatte – das schon zahlreiche Handy-Hersteller nutzen.

Weil das Programm weitaus effektiver war als das eigene “Flex T9” (wie es der begeisterte Tester von Arstechnica schon 2010 beschrieben hatte), erwarb Nuance schließlich im Oktober 2011 Swype für 102 Millionen US-Dollar – also schon die zweite Input-Methode von Kushler, dessen Patente nun im Besitz von Nuance sind.

Die Softwarefirma, die mit Spracherkennungs-Programmen groß wurde, hat nun in den neuen Swype-Version zahlreiche Eingabemethoden vereint Die Wort-Vorhersagen basieren auf linguistischen Algorithmen, die ihre Ergebnisse aus einer Datenbank üblicher Ausdrucksweisen ziehen; die Spracherkennungs-Hilfe unterscheidet sich von der im Android-OS eingebauten dadurch, dass sie ihren Input aus einem Server holt statt von einer lokalen kleineren Informationsquelle. Die Nuance-Sprachtechnik wird übrigens auch von Apples Sprachdienst Siri verwendet.

Das genutzte Wörterbuch könne auch für eigene Zwecke editiert werden – so ließen sich bestimmte Worte (etwa die Nennung der Konkurrenz) schnell ausblenden. Das neue Swype könne neben den vorinstallierten Versionen her genutzt werden, preist der Hersteller die Vorzüge der neuen Tablet- und Smartphone-Eingabe an – am Besthenden wird also nichts verändert. Die Wörterbücher von Texteingabe- und Spracherkennungssystem würden automatisch synchronisiert werden und das “multimodale Keyboard” das “Swypen”, handschriftliche Schreiben und das Sprechen in einem Gesamtpaket zusammenfassen.

Das neue Swype ist in zahlreichen Sprachen (Liste hier) von A wie Albanisch bis V wie Vietnamesisch erhältlich.  Sogar Handschrifterkennung für traditionelles Chinesisch (aus der Kaiserzeit) ist geboten. Nur ein Land bleibt erst einmal außen vor: Nuance bedauert, Japanisch noch nicht anbieten zu können.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen