Einfluss des iPad auf den Notebook-Markt geht zurück

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Als das Apple-Tablet auf den Markt kam, stagnierten die Notebook-Verkäufe. Das sei aber lange nicht mehr so schlimm, heißt es aus Asien – die Hersteller erwarten viel von Intels neuer Prozessorgeneration Ivy Bridge und Microsofts Windows 8.

Das Apple-Tablet, das den Notebook-Markt erschütterte, verkaufe sich zwar noch immer gut, doch sein negativer Einfluss auf das Geschäft mit den Notebooks sei inzwischen schwindend, kolportiert das Branchenmedium Digitimes Aussagen mehrerer ODMs (“Original Device Manufacturer”).

Simon Lin, Vorstand von Wistron. (Quelle: David Tzeng, Digitimes)

Besonders hervorgehoben wird die Aussage von Wistron-Vorstand Simon Lin, das iPad habe sogar neuen Bedarf verursacht statt nur die bestehende Notebook-Nachfrage anzuknabbern. Das iPad habe zwar einen Teil der Konsumenten-Budgets “absorbiert” und Verzögerungen bei den Notebook-Erneuerungen verursacht, doch er erwarte, dass  Notebooks wieder gefragt seien, wenn Intel im zweiten Quartal seine Ivy-Bridge-Chip-Plattform ausliefere und Microsoft im vierten Quartal Windows 8 auf den Markt bringe.

Digitimes nutzte die Aussagen, um den Herstellern Aussagen zum globalen Notebook-Ausblick für die zweite Hälfte 2012 abzutrotzen. Ergebnis: Acer, Asustek und Samsung seien optimistisch, nur Dell und HP seien “neutral” eingestellt.

Die Auftragshersteller Quanta, Wistron, Compal und Inventec nannten allesamt die erwartete Quote zwischen Tablet- und Notebook-Produktionsaufträgen – die Tablets sanken wieder auf Werte unter 50 Prozent, in der zweiten Jahreshälfte eher sogar auf 40. Notebooks sollen künftig bei einigen Produzenten wieder weit über 50, bei Inventec sogar 60 Prozent der Auftragsvolumina ausmachen.

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