Citrix ruft “Revolution der IT” aus

CloudVirtualisierung

Nach zahlreichen Zukäufen bietet Citrix nahezu alle Arten der Virtualisierung an – und liefert dazu “Abstrahierungs-Layer”, um den Umgang damit zu vereinfachen und zu automatisieren. Das entspreche in der IT so ungefähr dem, was die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert mit der Güterproduktion getan habe, erklärte Area Vice President Jürgen Müller. Die Technologie-Entwicklung des Anbieters kulminiert im neuen “Projekt Avalon”.

“Neue Wege zur Virtualisierung” nannte sich eine zweistündige Keynote-Rede zur Umsetzung der Gesamtstrategie hinter den vielen Einzelprodukten von Citrix. Der ehemalige “Auslieferer von Mainframe-Daten” wollte zeigen, dass man inzwischen bei Cloud Computing, Virtualisierung und Mobile Computing ganz vorne mit dabei ist und Citrix-Technik bereits hinter der Infrastruktur vieler großer Anbieter wie 1&1 und Amazon Web Services steckt.

Auf der Citrix Technology Exchange am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche in München ging der Hersteller über klassische Händler- und Dienstleister-Veranstaltungen hinaus und ging technisch ins Eingemachte, um auch dem konservativsten IT-Spezialisten klarzumachen, weshalb wann welche Firma von Citrix übernommen wurde und wie sich aus den Bestandteilen virtuelle Infrastrukturen  zusammenbauen lassen. Zwischen den Zeilen wurde klar, dass der klassische Netzwerkbastler zum Auslaufmodell untr den IT-Dienstleistern wird.

Zentrum der Technik sind die Xen-Virtualisierunsprodukte. Hinzugefügt wurde beipielsweise AppDNA, das analysiert, ob Migrationen bestimmter Produkte in neue IT-Umgebungen möglich sind. ShareFile  schließlich synchronisiert Geräte und “Speicherzonen” – wo immer auch gespeichert wird (lokal oder in der Cloud) oder ein “Workspace” ausgeführt wird, spielt dann keine Rolle mehr, denn der Arbeitsplatz ist virtuell. Und über Podio, einer Art “Facebook für Unternehmen” könnten Arbeitsgruppen mit all ihren Aufgaben und Ressourcen kommunizieren werden und von hier aus etwa Videokonferenzen mit GotoMeeting ausführen.

Das Unternehmen zeigte 850 zahlenden Teilnehmern, wie die Technik der Zukäufe ins eigene Portfolio integriert wurde und wohin die Reise mit zunehmender Automatisierung gehen kann – und wie dabei die Einzelprodukte so funktionieren und zusammenspielen können, dass IT-Dienstleister ihren Kunden volle Kontrolle über jeden IT-Bestandteil (trotz der Risiken des „Bring-your-own-Device“-Trends) gewähren können. Die Freiheiten und Produktivitäts-Zuwächse durch BYOD müssten sie dabei nicht verhindern. Die genutzten Geräte und deren Standort seien dabei letztendlich völlig irrelevant.

Das Event verstand sich eher als Trainings-Veranstaltung, die Unternehmen, Citrix-Partnern und System-Integratoren am konkreten Beispiel zeigen sollte, wie die vielen einzelnen Desktop- und Server-Virtualisierungsprodukte des Herstellers  mit wenigen Handgriffen umgesetzt werden und wie Cloud-Angebote für Dritte selbst zusammengestellt und bereitgestellt werden, ohne sich dabei mit zu vielen Technikproblemen abgeben zu müssen.

Zahlreiche Einzel-Workshops und kostenlose Zertifizierungs-Tests rundeten Citrix‘ “Ausruf der IT-Revolution” ab.

Mit dem neu angekündigten “Projekt Avalon” schließlich setzt Citrix auf eine Kombination seiner Produkte, um kontrollierbare Desktops, Speicherdienste und Anwendungen auf jede Plattform an jedem Ort übertragen zu können – die Redner, am Ende der Veranstaltung vier auf der Bühne, bezeichneten eine der Varianten  vereinfacht als “Cloud-Service zum Zusammenstellen von Cloud-Services“ inklusive virtueller Speicherung, Anwendungslieferung und Desktop-Bereitstellung.

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