Nokia-Smartphone mit 41-Megapixel-Kamera jetzt auch in Deutschland erhältlich

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Nur wenige Tage nach dem Verkaufsstart in den USA ist das mit Spannung erwartete Nokia 808 PureView jetzt auch in Deutschland erhältlich. Seine Besonderheit ist die auf Technologie von Carl Zeiss basierende hochwertige Kamera. Es ist vertragsfrei ab 509 Euro zu haben.

Nokia bringt endlich auf den Markt, was Viele nach der Präsentation eines Prototypen zum Mobile World Congress im Februar schon ungeduldig erwartet hatten. Als unverbindliche Preisempfehlung für die im Februar gezeigte 41-Megapixel-Kamera mit Smartphone nennt Nokia 629 Euro. Wie unverbindlich die ist, zeigt sich daran, dass es bei Amazon schon zum Markteintritt für 509 Euro zu haben ist. Ob solch eine Preispolitik schlau ist, müssen die Finnen selber wissen.

Das 808 PureView speichert zwar alle Pixel, die die hochsensible Carl-Zeiss-Optik aufzeichnet, rechnet aber zur schnellen Darstellung auf dem Display die Menge der Bildpunkte herunter. Erst beim Hereinzoomen werden die Details wie auf einer Profi-Kamera dargestellt. Auch die Sound-Aufzeichnungsfähigkeiten des “808 PureView” lobt Nokia: Sie sollen dank “Rich Recording” außergewöhnlich gut sein.

Abgesehen von der Kamera ist das 808 PureView weitgehend mit der für so ein Gerät zu erwartenden Technik ausgestattet. Das 4-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 640 mal 360 Pixel. Für die Rechenleistung sorgt ein 1,3 GHz schneller Single-Core-Prozessor. Außerdem gibt es 16 GByte internen Speicher, der sich per MicroSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern lässt.

Als Betriebssystem kommt Symbian in der Belle-Version zum Einsatz. Die ist – trotz weitverbreiteter gegenteiliger Ansicht – inzwischen tatsächlich konkurrenzfähig. Früher oder später soll die Technik jedoch auch ihren Weg in Windows-Phone-Systeme finden. Einen genauen Zeitpunkt nannte Nokia jedoch nicht.

Mit der Außenwelt kommuniziert das Smartphone außer über GSM und UMTS mit dem Datenturbo HSDPA bis 14,4 MBit/s. Zudem sind Bluetooth, WLAN und der neue Kurzstreckenfunk NFC an Bord. Die Positionsbestimmung erfolgt über den integrierten GPS-Empfänger. Mit dem ebenfalls verbauten HDMI-Ausgang lässt sich das 808 PureView auch direkt an einen Fernseher anschließen, beispielsweise um Fotos und Videos, aber auch Webseiten, in voller Größe zu betrachten.

Die Kollegen von CNET hatten schon Gelegenheit, das Nokia-Kamerahandy zu testen. Ihnen haben besonders die stabile Konstruktion, die erstklassige Kamera, die gute Bildqualität auch in dunklen Umgebungen und die Tatsache gefallen, dass das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Kritisch sehen sie die aus ihrer Sicht zu kleinen Abmessungen des Displays, die geringe Auswahl an Apps sowie das Gewicht. Zum ausführlichen Test geht es hier.

Bildergalerie Nokia 808 PureView


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