Googles E-Mail-Dienst heißt jetzt auch in Deutschland Gmail

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Neue Nutzer erhalten ab sofort Adressen mit der Endung @gmail.com. Vorhandene Konten stellt Google bald um. Nutzer können aber auch ihre gewohnte @googlemail.com-Adresse behalten.

Google hat seinen E-Mail-Dienst in Deutschland in Gmail umbenannt. Nutzer, die sich ab sofort neu registrieren, erhalten nun auch hierzulande eine E-Mail-Adresse mit der Endung @gmail.com statt @googlemail.com.

“Als deutsches Mitglied des Gmail-Teams haben mich meine Freunde und meine Familie in Deutschland immer wieder gefragt, warum sie eine @googlemail.com-Adresse statt einer @gmail.com-Adresse bekommen”, schreibt Mark Striebeck, Engineer Director bei Google, in einem Blogeintrag. “Heute freue ich mich, Euch mitzuteilen, dass das ab sofort nicht mehr so ist. Google Mail wird jetzt auch in Deutschland zu Gmail.”

Vorhandene Konten sollen schon bald umgestellt werden. An eine @googlemail.com-Adresse verschickte E-Mails stelle Google aber auch danach noch zu, ergänzte Striebeck. Auch Kontakte und Kontoeinstellungen blieben unverändert. Zudem hätten Nutzer die Möglichkeit, bei der Endung @googlemail.com zu bleiben oder den Wechsel später wieder rückgängig zu machen. Weitere Details zum Umstellung nennt Google in den dafür eingerichteten FAQ.

2005 musste Google den Namen seines E-Mail-Diensts als Folge eines Markenrechtsstreits in Google Mail ändern. Ein Hamburger Online-Briefversender hatte 2001 – drei Jahre vor dem Start des Diensts – die Marke “G-Mail” eintragen lassen. Im jahrelangen Gezerre um den Namen erlitt Google mehrere Niederlagen: Es scheiterte mit der Durchsetzung seiner Ansprüche unter anderem vor dem Hamburger Landgericht sowie auf europäischer Ebene beim Harmonisierungsamt.

Im April teilte Google mit, der Streit sei beendet und die Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt auf den Internetkonzern übertragen worden. Auch die Domain gmail.de gehöre jetzt Google. Einzelheiten der Einigung wurden nicht bekannt.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

(Bild links oben: Beboy – Fotolia.com)