Neue Strategie: Quest vereinfacht Datenwiederherstellung

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Quest Software plant eine zentrale Oberfläche zur leichten Ansteuerung verschiedener Backup- und Restore-Techniken. Im zweiten Halbjahr 2012 soll die neue Architektur eingeführt und schrittweise um Backups von Cloud-Umgebungen erweitert werden.

Nach dem Zukauf zahlreicher Produkte für verschiedenste Backup- und Restore-Lösungen – zuletzt folgte im vorigen Jahr die Akquisition von BakBone – packt Quest alles in eine gemeinsame Architektur. Im Gespräch mit itespresso.de bestand Quests Senior Vice President Walter Angerer darauf, Daten-Sicherheit nicht aus Storage-, sondern aus Anwender-Ebene zu sehen. Schließlich wolle man möglichst schnell wieder mit Daten arbeiten statt sich darum zu kümmern, dass sie zum Beispiel von einem Datenbank-Experten oder dem für den Sharepoint-Server zuständigen Administrator wieder aufbereitet würden.

Die Zeitfenster, die für Datensicherung und –Wiederherstellung nötig sind, sollen möglichst kurz gehalten werden. Zudem wisse man oft nicht, welche Datensicherungstechnik für welches Gerät  an welchem Ort die beste sei – all das wird nun in einer gemeinsamen Datenbasis aufbereitet und mit der gleichen Oberfläche grafisch dargestellt und gesteuert. Man sehe sofort, welche Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse wo laufen, egal ob virtuelle VMWare-Server, reale Clients oder abgestürzte Datenbanken. In der neuen “Netvault Extended Architecture” kümmert sich eine Art “Manager über den Managern” um den Rest.

Eingestellte Regeln starten beispielsweise den SQL-Server-Recovery-Prozess an einer Stelle im Netzwerk oder die Wiederherstellung von Daten eines virtuellen Servers mit dem neuen “vRanger 5.4” (einer Backup-and-Restore-Lösung, die Data Domains Deduplizierungstechnik  bei der Absicherung von VMWare-Server-Umgebungen nutzt) an anderer Stelle. Ein Client wiederum ist oft zu langsam für die großen Backup-Lösungen – die Software schlage auf Basis einer Wissensdatenbank die jeweils günstigste Recovery-Strategie vor und automatisiere dann so viel wie möglich.

Die “Netvault Extended Architecture Management-Konsole” sorge nicht nur für einen besseren Überblick und eine konsistente Nutzerführung ohne schwierige Einlernprozesse, sondern auch für die entsprechenden Compliance-Reports. Unter einer gemeinsamen Plattform finden sich so die Produkte NetVault, vRanger, LiteSpeed und Recovery Manager.

Schließlich soll noch die Einbindung von Servern und Anwendungen in der Cloud angefügt werden und die häufig noch verbreitete server-orientierte (also eher physische) Denkweise in Gruppen für genutzte Services aufgeteilt werden. Es wird also nicht mehr “der Server in New York” wieder zum Laufen gebracht, sondern eher “die Finanzdienste” – egal auf welche Netzwerk-Komponenten sie verteilt sind.

Quest will mit seiner neuen “Backup-Überflieger-Software”“ insgesamt die Verfügbarkeit von geschäftskritischen Daten in den Vordergrund stellen und die Abhängigkeit der Unternehmen von Technik-Spezialisten für einzelne Einsatzgebiete verringern. Und wenn all dies nur nach Lösungen klinge, die für große Unternehmen gedacht seien: “Durch die Aufteilung in die nötigen Module kann Quest durchaus auch kleinere Firmen ansprechen, die sich mit ihrem Firmenwachstum später neue Komponenten hinzukaufen können”, fügt Angerer an.

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