Das Ende von Excel

von Sean Jackson 1

Mit Big Data ist “gut genug” nicht mehr ausreichend

Sicherlich denken viele Unternehmen, dass Excel eigentlich doch seinen Zweck gut genug erfüllt. Tatsächlich ist “gut genug” der Grund dafür, dass Excel so lange überleben konnte. Jedoch ist eine nur zufriedenstellende Lösung nicht geeignet, einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Daten sind Macht. Sie werden heute im enormen Umfang gesammelt und ausgewertet. Und schon morgen werden diese Daten nicht mehr nur gespeichert, sondern in Echtzeit untersucht, um einen sofortigen Nutzen daraus zu schöpfen. Nach erfolgter Auswertung der Daten werden diese passend entsorgt, um Speicherplatz zu sparen. Es gibt bereits Lösungen, die den Ansprüchen der heutigen Business-Anwender Rechnung tragen und den Prozess der Datenvorbereitung und -behandlung vereinfachen. Diese Lösungen beschleunigen den Entwicklungszyklus bis zum fertigen Produkt und erlauben es den Verantwortlichen, Datenabfragen schneller durchzuführen und im Handumdrehen aussagefähige Business-Informationen zu gewinnen.

Aufgrund der erzielten Fortschritte im Bereich der Machine-to-Machine (M2M)-Technologie wird eine automatisierte, aus Echtzeit-Datenbanken heraus angestoßene Entscheidungsfindung bald Realität sein. Der Mensch wird dann die Rolle der Kontrollinstanz übernehmen, um den automatisierten Entscheidungsfindungsprozesss (über eine mobile App oder Weboberfläche) zu moderieren.

Die Technologie entwickelt sich rasend schnell weiter, und wir werden bald fortschrittliche Mechanismen zur Hand haben, um die Prozesse zu vereinfachen. Es ist an der Zeit, das Monopol von Excel zu brechen und sich neuen, schnellen Datenbanken zuzuwenden, die in der Lage sind, die heute im Wert mit kostbarem Rohöl vergleichbaren Informationen freizusetzen.

Aus der Perspektive eines Entscheidungsträgers kann dies natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden sein, denn das Management muss zunächst den Widerstand der Benutzer gegen Neuerungen überwinden. Und Unternehmen, für die Excel wirklich “gut genug” ist, haben natürlich auch keinen wirklichen Grund, etwas daran zu ändern. Ein Änderungsbedarf ist allerdings bei denjenigen Unternehmen gegeben, deren Wertschöpfung von der Analyse ihrer Daten abhängt. Für diese ist es an der Zeit, das volle Analysepotenzial für große Datenbestände zu erschließen. Und es ist an der Zeit, dass solche Analysen auf der vorhandenen marktüblichen PC-Hardware verfügbar sind, d. h. auf normalen Laptops oder mobilen Geräten.

Diese Möglichkeiten sind bereits jetzt verfügbar und warten darauf, dass sich die Unternehmen der Grenzen von Excel bewusst werden und die Alternativen zum bekannten Spreadsheet erkunden.

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Letzter Kommentar




Eine Antwort zu Das Ende von Excel

  • 21. Juni 2012 à 13:57 von oohpss

    Schon die Vereinheitlichung und Gleichschaltung zuvor unterschiedlicher Prozesse verschiedener Unternehmen durch die Einführung von Standardlösungen wie SAP, war ein Grund dafür, dass zuvor existierende und möglicherweise wettbewerbsrelevante Unterschiede softwaretechnisch elimniniert wurden.
    Gerade erst kamen Bedenken auf, dass die Management-Nachwuchskräfte durch die immer gleicheren Ausbildungen mit dem immer gleicheren Lösungsansätzen zu einer Verarmung der Vielfalt führen.
    Und nun sollen auch noch die letzten Widerstandnester individueller Datenaufbereitung ur Herbeiführung von Entscheidungsgrundlagen geschliffen werden?
    Das Management austauschbar, weil es ohnehin nur den Vorgaben der Software folgt?
    Tolle Wettbewerbsvorteile, die da in Aussicht gestellt werden.

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