Umfrage: IT-Freiberufler sind Überzeugungstäter

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Die meisten Freiberufler sind aus voller Überzeugung selbständig – der Nimbus der Übergangslösung ist zumindest in der IT-Branche fehl am Platz.

Das Freiberufler-Projektportal GULP startete wieder einmal eine Online-Befragung unter IT-/Engineering-Freelancern – diesmal ging es um die Zufriedenheit mit dem gewählten beruflichen Dasein. Und offenbar sind diejenigen, die sich selbst als Freiberufler sehen, nicht ganz unglücklich mit ihrem Schicksal: Der Online-Befragung zufolge gaben 73 Prozent der IT-Freiberufler an, aus Überzeugung selbstständig zu sein. 19 Prozent sind ebenfalls gerne Freiberufler, signalisieren jedoch beim Thema Festanstellung Gesprächsbereitschaft. Nur drei Prozent der Teilnehmer sind “aus der Not heraus” selbstständig und würden eine Festanstellung vorziehen.


Unternehmen, die Externe einsetzen, haben dafür gute Gründe wie eine wissenschaftliche Studie der Universität der Bundeswehr München bestätigt: Gemischte Projektteams mit IT-Freelancern sind besonders produktiv. Gerade wenn es um innovative Fragestellungen geht, etwa in der Softwareentwicklung, arbeiten IT-Freelancer eng mit internen Mitarbeitern zusammen. Die große Mehrheit (88 Prozent) der im Rahmen der aktuellen FlinK-Studie befragten Unternehmensvertreter hält gemischte Projektteams für produktiver als rein intern besetzte Teams.

Noch nie gab es so viele Freiberufler wie heute
Und auch der Bedarf in den Unternehmen ist offenbar vorhanden – der Arbeitsmarkt reagiert darauf mit einer seit Langem steigenden Anzahl an Selbstständigen. Knapp 1,2 Millionen Freiberufler gibt es derzeit in Deutschland, so eine Statistik des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB). Das sind nicht nur 49.000 mehr als vor einem Jahr, sondern es ist der höchste Wert, der jemals gemessen wurde.

Freiberufler in Deutschland – absolut 213.000 – sind in freien technischen und naturwissenschaftlichen Berufen tätig. Davon sind wiederum 72.479 freiberuflich tätige Ingenieure. Die Selbstständigkeit ist kein Notnagel oder die letzte Rettung vor der Arbeitslosigkeit, sondern sie ist beliebt – und das nicht nur unter Ärzten, Anwälten oder Künstlern, sondern auch und gerade im IT- und Engineering-Bereich.

Vor- und Nachteile des Freiberufler-Daseins
“Es gibt Persönlichkeiten, die eignen sich gut für das Unternehmertum, und solche, denen das Risiko, die Kundenakquise oder anderes schneller über den Kopf wachsen. Dreiviertel der Umfrage-Teilnehmer wissen aber, was sie tun – und haben sich aus Überzeugung für die Freiheit der Selbstständigkeit entschieden”, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP, über die Vor- und Nachteile des Freiberuflerdaseins.