Neue Macbooks keine Gefahr: Wintel-Notebookhersteller erleichtert

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Verächtlich räsonieren die Ultrabook-Produzenten über Apples neue Macbooks – die seien nicht wirklich gefährlich für das Wintel-Imperium.

Vergleichen die asiatischen Auftragsproduzenten die technischen Neuerungen wie Apples Retina Display und Intels Ivy-Bridge-Prozessoren, ist die Angst vor Apple schnell verflogen. Dies erklärten die Hersteller dem Branchenweb Digitimes. Ihre Ultrabooks, so das Resumée der Produzenten, hätten große Chancen, Apples neue Produkte zu übertreffen.

Die erst gestern vorgestellten neuen Macbooks seien gar nicht so innovativ wie die letzten Produkt-Neueinführungen des kalifonischen Herstellers. Dabei hatte Apple-CEO Tim Cook zuvor angedeutet, auf der WWDC würden “Killer Level Products” vorgestellt. “Ach, wenn es mir nur gruselte” hallte es wie in Grimm’s Märchen in den Köpfen der Wintel-Hersteller – die ihren Kopf wohl zu früh in den Sand gesteckt hatten. Nun sind sie sicher: Apples neue “Innovationen” können die Nachfrage nach Windows-8-Ultrabooks nicht wirklich beschädigen.

Im Preis-/Leistungsverhältnis könne das Retina-Display die bisherigen Full-HD-LCDs ohnehin nicht angreifen: Apples Wunder-Bildschirme kosten etwa das Doppelte. Weil der Großteil der Software ohnehin höchstens auf die Full-HD-Panels ausgerichtet sei, sähe der Käufer den Unterschied nicht unbedingt.

Um den Vorteil der Windows/Intel-Kombination noch genauer auszuleuchten, nennt Digitimes dann auch noch alle Apple-Teilezulieferer namentlich – alle sind Unternehmen, die auch den heimischen Auftragsherstellern der Wintel-Geräte Displays, Akkus, Mainboards, Gehäuse und Tastaturen liefern. Vor Apple müsse die Microsoft/Intel-Welt also keine Angst haben. Zwischen den Zeilen heißt das: Wer Windows 8 und die neuen Ultrabooks abwarten kann, der macht nichts falsch.

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