Ende für Chromebooks? HTC und Asus lassen Google im Stich

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Google hatte erst kürzlich die nächste Generation seiner Chromebook-Pläne vorgestellt, an der Entwicklung waren die Hersteller Asus, HTC und Samsung beteiligt. Doch da sich die erste Generation so schlecht verkaufte, klinken sich nun zwei der Unternehmen aus.

Damit hatte Google nicht gerechnet: Zwei taiwanische Unternehmen sagen dem Chrome-Rechner-Experiment aus wirtschaftlichen Erwägungen Gute Nacht. Dies berichtet Digitimes, das journalistische Barometer der asiatischen Hardwarebranche.

Die erste Generation der mit ChromeOS betriebenen Notebooks habe Acer und Samsung insgesamt weniger als 200.000 verkaufte Exemplare eingebracht, zitiert Digitimes seine wie immer nicht näher genannten Quellen. Dennoch evaluiere Acer noch, auch Googles zweiten Schritt mitzugehen – während HTC und Asus sich zurückzögen.

Samsung unterstütze zwar die zweite Generation noch immer, werde aber erst einmal solche nicht selbst Geräte herstellen – was die Lieferung von Bauteilen an andere Hersteller nicht ausschließt. Die zweite Generation werde “möglicherweise” keine hohe wirtschaftliche Performance erreichen, sinniert das taiwanische Medium.

Die Idee, mit ChromeOS und Cloud-Computing-Anwendungen zur Alternative zu herkömmlichen Windows-Thin-Clients aufzusteigen, scheint zu platzen. Die erste Chrome-Generation habe es schon nicht geschafft, sich gegen die Netbooks durchzusetzen, und das ähnlich gestaltete Tizen-Projekt rund um Intel könnte an den selben Problemen scheitern wie Chrome, meinen die Digitimes-Autoren.

Die Hardware-Vorgaben von Google für die Chromium-Rechner sehen ein 12,1-Zoll-Display vor, ein Gewicht von weniger als eineinhalb Kilogramm, 4 GByte Arbeitsspeicher und ein 16 GByte fassendes SSD-Laufwerk. Ob die Preisvorstellungen von 449 bis 549 Dollar im Konkurenzkampf mit den preiswerten Netbooks, die im Bereich von 299 bis 399 Dollar verkauft werden, mithalten können, bezweifelten die Hersteller selbst.

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