
Start-ups allein zu Hause
Marktforscher suchen sich gerne große, finanzkräftige Unternehmen als Kunden für ihre Studien oder Beratungsdienste. Doch gerade neu gegründete oder sehr kleine Betriebe könnten das Know-how der Marktforscher gut gebrauchen. Leider werden kleine Start-ups vielfach ignoriert.
Marktforschungsunternehmen sind für IT-Journalisten eine feine Sache. Da gibt es alle paar Tage eine neue Story: beispielsweise ein Bericht über die neueste Entwicklung bei Desktop-PCs oder aktuelle Zahlen über den Siegeszug der Smartphones oder Tipps für CIOs zur besten Cloud-Computing-Strategie. Da hat man dann fast schon eine fertige Geschichte auf dem Bildschirm oder zumindest einen Startpunkt für die Recherche.
Neben Instituten wie Gartner, Forrester und IDC versorgt auch der deutsche Branchenverband Bitkom die Redaktionen fast täglich mit Meldungen über den ITK-Markt. Zwar ist der Bitkom kein Marktforschungsunternehmen, sondern eine Interessenvertretung, aber dazu gehören eben auch die intensive Beobachtung der Hightech-Branche und die entsprechenden Trend-Meldungen.
Wenn Journalisten über diese Meldungen von Gartner und Co berichten, dann freuen sich auch die Marktforscher. Denn dadurch wird auch die potenzielle Kundschaft auf das Thema aufmerksam. Die nehmen dann vielleicht Kontakt zum Marktforschungsunternehmen auf, kaufen für teures Geld detailliertes Zahlenmaterial für ihr Marktsegment oder lassen sich zu einem bestimmten Thema wie beispielsweise der Cloud-Computing-Strategie beraten.
- Der Hightech-Verband Bitkom konzentriert seine Arbeit auf mittelständische Unternehmen der ITK-Branche.
Studie bereitet Produktlaunch vor
Manche große Unternehmen nutzen das Umfrage- und Analyse-Know-how der Marktforscher, um die Marktchancen der eigenen Produkte vorab einschätzen zu können. Ein Anbieter von Produkten für Unified Communication (UC) könnte beispielsweise eine Umfrage in Auftrag geben, die herausfindet, ob bei mittelständischen Unternehmen ein Bedarf für IP-basierte Telefonanlagen besteht. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird es flugs veröffentlicht und dient als Argument für den Verkauf der UC-Produkte. Schließlich handelt es sich um Zahlen eines seriösen Marktforschungsunternehmens.






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Eine Antwort zu Start-ups allein zu Hause
Hallo Mehmet,
grundsätzlich hast Du Recht. Allerdings habe ich als CEO eines deutschen Cloud startups (www.weclapp.de) aber auch die Erfahrung gemacht, dass man durchaus von den großen Analysten beachtet wird. Letzte Woche wurden wir beim Cloud Vendor Benchmark der Experton Group als bester Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Gartner ist ebenfalls von sich aus auf uns aufmerksam geworden und hat uns diverse Möglichkeiten der Unterstützung angeboten, die wir gerade gemeinsam konkretisieren. Selbstverständlich kosten diese Maßnahmen bei Gartner & Co. auch etwas allerdings ist meine Erfahrung, dass diese Kosten durchaus überschaubar auch für startups sind. Wir hatten diese Kosten in allen Kalkulation jedenfalls von Anfang an berücksichtigt.