E-Postident für Jugendschutz im Internet zugelassen

Allgemein

Das Angebot der Deutschen Post wurde von der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten positiv bewertet. Die Post bewirbt E-Postident als Funktion für Onlinehändler und Inhalteanbieter. Voraussetzung für die Nutzung ist die Registrierung für den E-Postbrief.

Die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) hat an das Angebot E-Postident der Deutschen Post die Positivbewertung als “übergreifendes Jugendschutz-Konzept” vergeben. “E-Postident ist damit nicht nur als ein technisches Mittel für entwicklungsbeeinträchtigende Telemedien-Inhalte, sondern auch als Altersverifikationssystem bei bestimmten indizierten und offensichtlich schwer jugendgefährdenden Angeboten zur Sicherstellung einer so genannten ‘geschlossenen Benutzergruppe’ für Erwachsene vorgesehen”, teilt die Kommission mit.

Die Post selbst formuliert das etwas anders: Sie wirbt damit, das Online-Händler mit dem Online-Identifikationsservice nun vollautomatisiert und in Echtzeit sicherstellen können, dass altersbeschränkte Content- und Software-Downloads ausschließlich von volljährigen Kunden erworben werden.

Der Online-Altersnachweis via E-Postident funktioniert folgendermaßen: Internetnutzer, die sich für den E-Postbrief registriert haben, klicken beim Kauf altersbeschränkter Inhalte auf den Button “E-Postident” auf der Website des Anbieters. Sie werden dann auf den E-Postbrief-Server der Deutschen Post weitergeleitet. Dort geben sie ihre E-Postbrief-Adresse, ihr Passwort sowie die TAN ein, die sie auf ihr Handy geschickt bekommen. Das E-Post-System bestätigt dem Download-Anbieter daraufhin die Volljährigkeit des Kunden.

Die Post sieht darüber hinaus weitere Einsatzmöglichkeiten: Onlineanbieter könnten etwa auch Namen, Geburtsdaten oder Adresse ihrer Kunden zweifelsfrei bestätigen lassen. Übermittelt würden an den Website-Betreiber nur die Angaben, deren Weitergabe der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat.

Neben dem Angebot der Deutschen Post hat die KJM bereits fünf weitere übergreifende Konzepte für den Jugendschutz bewertet und für gut befunden. Das sind das Video-on-Demand-Angebot “T-Home” von T-Online, “Alice homeTV” von HanseNet, “Arcor-Digital TV Parental Control” die “Personifizierte Paketzustellung” von Hermes und der E-Postbrief der Deutschen Post.

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