Usenext startet Informationsangebot zum Usenet

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Der Zugangsprovider will damit die Angst vor technischer Komplexität des Kommunikationsnetzwerkes nehmen. Neben Informationen zur Historie, einem Glossar und Kuriosem aus der 33-jährigen Geschichte gibt es einen Vergleich der gängigen Newsreader sowie einen DSL-Speedtest.

Die hinter Usenext stehende Firma Aviteo informiert nun unter “Usenet Infos” rund um das Usenet. Das Kommunikationsnetzwerk entstand bereits vor dem heute bekannten Web und ist immer noch eine der größten Communities für den Nachrichten- und Informationsaustausch – allerdings trotzdem vielen Menschen weitgehend unbekannt.

Zum Informationsangebot von Usenext gehört auch ein DSL-Speedtest (Screenshot: ITespresso).

“Das Usenet bietet vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten und wird teilweise aus Unkenntnis oder Angst vor technischer Komplexität als Internet für Spezialisten oder Nerds abgetan”, sagt Christian Robert Schütze. Diese Winschätzung sei jedoch falsch, meint der Aviteo-Geschäftsführer.

Mit seinem Informationsangebot will Aviteo Transparenz rund um das Usenet schaffen und einheitliche, klar strukturierte Informationen zu dessen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten liefern. Die Wissenssammlung vermittelt dazu Wissenswertes über Historie, technische Hintergründe und Kuriositäten rund um das Usenet. Sie eklärt aber auch die Funktionsweise der freien und dezentralen “Newsserver”, auf die über die Usenet-typischen “Newsgroups” zugegriffen wird. Zur besseren Verständlichkeit trägt ein Usenet-Glossar bei, Einsteigern hilft ein Newsreader-Vergleich, in dem die verschiedene Zugangssoftware für das Usenet vorgestellt wird.

Das Usenet wurde 1979 von drei amerikanischen Studenten als Alternative zum damals von Computerpionieren genutzten Arpanet entwickelt. Es diente anfangs insbesondere Wissenschaftlern und Studenten zum Austausch von Nachrichten zwischen Universitäten. Da beim Usenet kommerzielle Benutzeroberflächen, hierarchische Strukturen und Suchmaschinen fehlen, galt das “Nutz-Netz” lange als komplexes “Neben-Netz” und wurde vielfach als bizarrer Treffpunkt von Computerfreaks abgetan.

Erst durch die Möglichkeit des binären Datenaustauschs über Newsreader, die hohen Download-Geschwindigkeiten (der Rekord liegt bei annähend 20 MBit pro Sekunde) und das Aufkommen von Zugangsprovider, die Download-Volumina vertreiben, gewann das Usenet an Beliebtheit. Die will Usenext nun mit seiner Initative noch steigern – nicht ganz uneigennützig, schließlich ist man selbst einer der größten Zugangsprovider.

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