Steve Ballmer: Schon 2013 nutzen 500 Millionen Windows 8

Software

Windows 8 ist laut Ballmer die bisher “einflussreichste Software” seines Unternehmens. Herstellern und Entwicklern verspricht er beste wirtschaftliche Aussichten. Beobachter zweilfen jedoch, ob sich Windows 8 in Firmen so rasch durchsetzt, wie sich Microsoft das erhofft.

Steve Ballmer 2011 auf der Entwicklermesse BUILD (Bild: Microsoft)

Steve Ballmer erwartet, dass Ende 2013 mehr als 500 Millionen Menschen Windows 8 nutzen werden. Das sagte der Microsoft-CEO einem Bericht von AFP zufolge auf dem Seoul Digital Forum. Zudem sollen noch in diesem Jahr 350 Millionen Geräte mit Windows 7 verkauft werden.

Windows 8 bezeichnete Ballmer als die “umfassendste und einflussreichste Software”, die sein Unternehmen je geschaffen habe. “In gewisser Hinsicht ist es wirklich der Beginn einer Wiedergeburt von MS Windows. Es ist mit Sicherheit die wichtigste Arbeit, die wir abgeliefert haben”, zitiert AFP aus Ballmers Rede. Er versprach Hardwareherstellern und App-Entwicklern, die das OS unterstützen, zudem beste wirtschaftliche Aussichten.

Fraglich ist jedoch, ob sich Windows 8, mit dem Microsoft im Mobilmarkt zum Wettbewerb aufschließen will, auch in Firmen durchsetzt. Bloomberg zufolge hat in letzter Zeit vor allem die Nachfrage durch Unternehmen die Windows-7-Verkäufe in die Höhe getrieben. Laut Net Applications stieg der Marktanteil des Betriebssystems zuletzt auf mehr als 38 Prozent. Der Anteil von Windows XP hingegen schrumpfte auf 46 Prozent. Sollte sich die aktuelle Entwicklung fortsetzen, könnte Windows 7 das rund zehn Jahre alte XP im Oktober überholen. Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, dass Unternehmen, die soeben erst migriert sind, in Kürze schon auf Windows 8 umsteigen.

Mit Windows 8 bringt Microsoft ein Betriebssystem auf den Markt, das gleichermaßen für PCs und Tablets entwickelt wurde. Gartner zufolge werden in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Tablets verkauft, der Großteil davon von Apple. Die Zahl soll bis 2015 auf über 320 Millionen Stück ansteigen. Die Marktforscher erwarten, dass sich Windows 8 in diesem Zeitraum 12 Prozent des Marktes sichert.

Einige Analysten bezweifeln jedoch, dass Windows 8 an den Erfolg von Windows 7 anknüpfen kann. Sie befürchten negative Auswirkungen für die PC-Verkäufe. Beispielsweise hat die kanadische Bank BMO in der vergangenen Woche ihre Preisvorgaben für die Aktien von Dell und Hewlett-Packard deshalb reduziert. “Windows 8 wird sich als Enttäuschung erweisen, zumindest zum Start”, begründete die Bank den Schritt.

[mit Material von Zack Whittaker, ZDNet.com]

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