Low-Cost-PC Raspberry Pi soll Kameramodul bekommen

BetriebssystemKomponentenOpen SourcePCSoftwareWorkspace

Es wird im Lauf des Jahres 2012 verfügbar sein. Derzeit ist ein Modell mit 14 Megapixeln im Test. Die finale Version wird aufgrund des Preises für den Sensor aber etwas schwächer ausfallen. Als mögliche Einsatzgebiete nennen die Macher Heimautomatisierung und Robotik.

Die Raspberry Pi Foundation entwickelt ein Kameramodul für ihren gleichnamigen 25-Euro-PC. Es soll noch in diesem Jahr in den Verkauf kommen, wie es in einem Blogbeitrag heißt. Damit werde sich der Linuxcomputer ohne Gehäuse auch für Robotik und Heimautomatisierung eignen.

Sprecherin Liz Upton ergänzt: “Die Kamera hat derzeit 14 Megapixel, aber wir werden sie wohl noch etwas herunterrüsten; wir müssen die Komponenten erschwinglich halten, und ein Sensor dieser Größe ist nicht gerade billig.” Da die Finalisierung noch ausstehe, stehe auch noch kein Preis fest. Sicher ist dagegen, dass die Kamera über ein Flachbandkabel mit dem etwa kreditkartengroßen Mainboard verbunden wird.

Die Warteliste für den Raspberry Pi zum Preis von 32 britischen Pfund oder 27 Euro war vor einem Monat noch 350.000 Einträge lang. Seither haben die Foundation und ihre beiden Handelspartner offenbar einen guten Teil abarbeiten können: Freitag vergangener Woche ermutigte der Händler RS-Components weitere Interessenten per E-Mail, Bestellungen abzugeben. Gegenüber ZDNet UK sagte er, bis zum Ende dieser Woche dürften alle 100.000 Besteller der ersten Phase versorgt sein.

Der Start war zweimal verzögert worden: Einmal fehlte dem Raspberry Pi die CE-Zertifizierung, ein anderes Mal kam es zu einem Fehler in der Herstellung. Mitte April wurde dann die erste Charge an Schüler in Leeds ausgeliefert.

Es handelt sich um “Model B” der ursprünglichen Konzeption, das über 256 MByte Speicher und einen Netzwerkanschluss verfügt. Ihm soll das noch schlichtere Modell A mit 128 MByte Speicher, aber ohne Ethernet folgen, das nur etwa 20 Euro kosten wird. Für das System ohne Chassis sind mehrere Linux-Distributionen verfügbar.

Der Speicher lässt sich per SD-Card erweitern. Außerdem sind ein USB-Anschluss sowie ein Micro-USB für Ergänzungen vorhanden. Der Mini-Computer basiert auf einem ARM-kompatiblen Broadcom-Prozessor mit 700 MHz, der über eine FPU und Grafikkern verfügt. Die GPU unterstützt Open GL ES 2.0, Open VG und 1080p30 H.264.

[mit Material von David Meyer, ZDNet UK]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Prozessoren aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.