Totgesagtes Mobilsystem Tizen soll im zweiten Halbjahr 2012 auferstehen

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Die ersten Geräte mit dem mobilen Linux-System sollen im zweiten Halbjahr 2012 das Licht der Welt erblicken. Dann sollen unter anderem Tizen-Netbooks von Asustek und Acer auf den Markt kommen. Verkaufen wollen sie die Produkte in erster Linie in “emerging markets”, unter anderem Afrika.

“Was lange währt, wird endlich gut” müssen sich die Hersteller der geplanten Mobilgeräte für das kaum verbreitete System Tizen gedacht haben – im zweiten Halbjahr 2012 sollen die ersten Tizen-Produkte in dem Bereichen Smartphones, Netbooks oder Auto-Entertainment auftauchen. Mit dabei seien Acer, Asustek und HTC, heißt es in asiatischen Medienberichten.

Hintergrund zu “Tizen”: Nach dem Zusammenschluss von Nokias Symbian und Intels mobilem Linux Moblin 2.0 zu “MeeGo” im Jahr 2010 folgte die asiatische “Operation LiMo” der Linux Foundation dem Zusammenschluss und gründete das Projekt “Tizen”. Den zweiten Schritt hatten im Januar Intel und Samsung getan: Alle für Bada geschriebenen Apps sollten fortan auch auf Tizen laufen.

Die ersten Geräte mit Tizen sollen nun – trotz Konkurrenz durch iOS, Android und Windows Phone – noch 2012 auf den Markt kommen. Der starke Gegenwind scheint die Produzenten nicht daran zu hindern, noch ein weiteres Betriebssystwem auszuprobieren. Noch vor dem Ende des dritten Quartals sollen etwa Tizen-Netbooks von Asustek und Acer veröffentlicht werden, um erst einmal einen “Fuß ins Wasser zu setzen”.

Vor allem “emerging markets” (also zum Beispiel noch nicht von anderen Betriebssystemen verdorbene Länder in Afrika) seien Ziel der Netbook-Offensive, berichtet Digitimes über die Pläne der asiatischen Firmen.

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