Deutsche schlampen bei Passwörtern

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Das geht aus einer von Web.de in Auftrag gegebenen Umfrage hervor. Ein Drittel nutzen teilweise Zeichenfolgen wie “12345”, 85 Prozent verzichten auf Sonderzeichen. Das Internetportal gibt Nutzern Tipps für bessere Passwörter.

Viele deutsche Internetnutzer gehen mit Passwörtern grob fahrlässig um. Über ein Drittel geben an, als Passwörter bereits Geburtstage, Haustiernamen oder einfache Zeichenfolgen wie “123456” verwendet zu haben, 15 Prozent haben Kennwörter schon an Freunde und Bekannte weitergegeben. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Studie von Convios Consulting im Auftrag von Web.de hervor. Anlass zur Veröffentlichung der Ergebnisse ist der von Web.de ausgerufene “Tag der Passwortsicherheit” am 15. Mai.

Der aktuellen Umfrage zufolge verzichten 85 Prozent der deutschen Internetnutzer bei ihren Passwörtern auf Sonderzeichen. Weniger als die Hälfte verwenden Ziffern. Sichere Kennwörter bestehen aber aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Um die Sicherheit von Passwörtern weiter zu erhöhen, sollten diese regelmäßig geändert werden – am besten monatlich. Diesen Tipp beherzigen bei ihrem E-Mail-Account immerhin knapp ein Drittel der Befragten. 32,4 Prozent gaben an, im letzten Monat ihr Passwort geändert zu haben. Bei 34 Prozent ist die letzte Änderung bereits länger als ein Jahr her.

Über ein Drittel der Befragten nutzt dasselbe Passwort für mehrere oder sogar alle Internetdienste. Damit laufen sie Gefahr, den Generalschlüssel für alle ihre Daten im Internet zu verlieren. Idealerweise ist daher jeder Dienst mit einem individuellen Passwort geschützt. Diese Sicherheitsmaßnahme setzen aktuell aber nur 44,9 Prozent der deutschen Internetnutzer um.

56 Prozent setzen auf ihr Erinnerungsvermögen und speichern Zugangskennungen ausschließlich in ihrem Gedächtnis ab. 16 Prozent handeln fahrlässig und schreiben ihre Passwörter auf Zettel. 3,8 Prozent speichern Passwörter in ihrem Browser. Dadurch ist das Passwort allerdings im Klartext auf der Festplatte hinterlegt. Davon raten Sicherheitsexperten dringend ab.

(Bild links oben: imageteam – Fotolia.com)

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