Squadmail gewinnt Start-up-Pitch der Berliner NEXT

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Der Dienst ermöglicht es, E-Mail-Ordner mit beliebigen anderen Personen zu teilen. Das funktioniert plattformunabhängig. Auch Kunden, Partner oder Freelancer außerhalb der eigenen Organisation lassen sich so einbinden. Die soeben gestartete Public-Beta-Phase erlaubt nun allen Interessenten, das Angebot auszuprobieren.

Der erste Platz beim Start-up-Pitch der Berliner NEXT ging an die aus der Hauptstadt stammende Firma LinQuire für ihren Dienst Squadmail. Er konnte sich gegen 100 Mitbewerber durchsetzen und erhält ein Gründerpaket im Wert von 10.000 Euro für Marketing, Coaching und Mentoring. Dieses wird durch den neuen, hub:raum genannten Inkubator der Deutschen Telekom in Berlin erbracht.

Die drei Squadmail-Väter Philipp Mayer, Jan Brunnert und Benjamin Eckart dürfen sich über ihren Erfolg beim Start-up-Pitch freuen (Bild: NEXT Berlin).

Squadmail ermöglicht es, E-Mail-Ordner mit beliebigen anderen Personen zu teilen. Pünktlich zur Preisverleihung ist das Angebot in die Public-Beta-Phase gegangen, so dass ihn nun jeder ausprobieren kann. Squadmail erlaubt es, binnen einer Minute und ohne Downloads oder Softwareinstallationen im E-Mail Postfach geteilte Ordner zu erstellen und andere in diese einzuladen. Die Ordner zeigt Squamail unabhängig von der Software an, sei es nun Outlook, Apple Mail, Thunderbird oder ein anderer Client. E-Mails, Notizen und Anhänge werden automatisch und komplett SSL-verschlüsselt zwischen den Ordnermitgliedern synchronisiert.

Einsatzmöglichkeiten sieht der Anbieter etwa bei der Arbeit in Teams, die so schnell und einfach eine einheitliche Ordnerstruktur für ihren E-Mail Verkehr einrichten könnten, dabei aber anders als zum Beispiel bei Microsoft Exchange plattformunabhängig seien. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich via SquadMail auch organisationsfremde, etwa Kunden oder Freiberufler, einbinden lassen. Alle geteilten Ordner sind außerdem über eine eigene E-Mail Adresse ansprechbar.

Es haben sich rund100 Startups beworben. Diese hohe Resonanz auf unseren Wettbewerb freut uns sehr. Sie zeigt, dass wir mit dem Engagement der Telekom bei der NEXT und speziell mit dem Start-up-Track den Nerv der Zeit treffen. Diese kreative Szene boomt – speziell auch in Berlin – und wir wollen uns hier als attraktiver Partner zeigen“, so Min-Kin Mak, Leiter der Abteilung New Biz bei der Telekom, in einer Pressemitteilung.

Die Produktideen der weiteren Finalisten sind zum Teil ebenfalls eine Erwähnung wert. Von den NEXT-Besuchern wurde eine Fotosharing-App mit dem wenig originellen Namen Flakka auf den ersten Platz gewählt. Das österreichische Unternehmen MarkTheGlobe bietet eine Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen mit mehrsprachigen Websites. Ebenfalls aus der Alpenrebublik stammt Kjero. Die Plattform erlaubt es Verbraucher in Deustchland und Österreich Produkte zu testen und zu bewerten.

Der persönliche Assistent Fileee hilft bei der Verwaltung von Dokumenten durch den Einsatz optischer Zeichenerkennung und automatischer Klassifikation. Secomba kann mit seiner Software BoxCrypter Daten in Clouds verschlüsseln. Und dem gestressten Web-20-Junkie hilft das Angebot Refinder, indem es alle Cloud-Anwendungen wie Dropbox, Google Docs oder Twitter verbindet und alle dortigen Aktivitäten und Daten in einem Activity-Stream abbildet, der durchsucht und gefiltert werden kann.

(Bild links oben: Beboy – Fotolia.com)

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