Ab 1. Juli gelten neue Preisobergrenzen für die Handynutzung im Ausland

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Das hat das EU-Parlament heute beschlossen. Wer per Handy im EU-Ausland telefoniert zahlt künftig höchstens 35 Cent pro Minute. Die maximalen Kosten für ankommende Gespräche verringern sich auf 10 Cent. Auch SMS und die Datenübertragung werden etwas günstiger.

Telefonieren und Surfen per Handy im Ausland wird für EU-Bürger zum 1. Juli günstiger. Auf die entsprechende Entscheidung des EU-Parlaments hat der Bitkom hingewiesen. Wer per Handy im EU-Ausland telefoniert, zahlt dann höchstens 35 Cent pro Minute (bisher 42 Cent). Die Kosten für ankommende Gespräche verringern sich von höchstens 13 auf 10 Cent. Im Ausland geschriebene SMS kosten dann maximal 11 Cent und die Übertragung von einem MByte Datenvolumen darf dann bei der Webnutzung im EU-Ausland maximal 83 Cent kosten.

Die EU hat in den vergangenen Jahren gegen den erheblichen Widerstand der Mobilfunkprovider immer wieder neue Obergrenzen für die Preise bei der grenzüberschreitenden Mobilfunknutzung durchgesetzt. Für 2013 und 2014 ist das weitere Absenken der erlaubten Höchstpreise geplant.

Kunden, die Roaming-Konditionen ihres Mobilfunkanbieters nutzen, empfiehlt der Bitkom sich zu erkundigen, mit ausländischen Partnernetzen der eigene Anbieter kooperiert. Im Ausland lohne es sich in diesme Fall, die automatische Netzwahl im Telefon abzuschalten und das Partnernetz manuell auszuwählen. Wer selten ins Ausland fährt, kann bei den Providern spezielle Angebote oder Optionen für Urlaubsreisende hinzubuchen.

Zur Vorsicht rät der Bitkom Nutzern von Datenflatrates: Wer die im Inland gewohnt sei, und auf Reisen nicht darauf verzichten wolle, solle sich nach Tages-Flatrates erkundigen oder schlau machen, wie er das Daten-Roaming am Handy abstellen kann. Wer für über 60 Euro mobil im Web unterwegs ist, werde zudem ohnehin von seinem Provider benachrichtigt. So lassen sich unliebsame Überraschungen, etwa durch den automatischen Abruf von E-Mails, vermeiden.

Als Alternative empfiehlt der Bitkom zudem ausländische Prepaid-Karten sein – mit der Einschränkung, dass man dabei eine neue Nummer bekommt, die man erst mitteilen muss. Außerdem sind manche deutsche Prepaid-Handys für Karten anderer Anbieter gesperrt. Tipps und Tricks beim Umgang mit Prepaid-Karten im Ausland haben die Kollegen von ZDNet in einem unfangreichen Beitrag im Januar zusammengestellt.

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