Vergessen im Internet: Gewinner des Ideenwettbewerbs stehen fest

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Sie wurden heute von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ausgezeichnet. Er hatte den Wettbewerb zusammen mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) ausgelobte. Preise gab es in den drei Kategorien “Bewusstsein schärfen”, “Umgangsformen und Regeln” sowie “Technik des Vergessens”.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat heute in Berlin die Sieger des Ideenwettbewerbs “Vergessen im Internet” ausgezeichnet. Aus über 100 Einsendungen bekamen sieben einen Preis – vier mit jeweils 5000 Euro dotierte Hauptpreise und drei Sonderpreise.

Die Schülerin Alexandra Person erhielt für ihr Fotoalbum in der Rubrik "Bewusstsein schärfen" einen Hauptpreis (Bild: Alexandra Person).

Die Hauptpreise gingen an Andreas Ebert und Steffen Horstmannshoff für ihren YouTube-Film über eine Party mit unverhofft vielen Gästen, Alexandra Person für ein mit Schreibmaschine und Schere erstelltes Album, mit dem sie auf mögliche Konsequenzen im Umgang mit dem Internet aufmerksam macht, und an Sebastian Sterz für seine Webseite www.melting-link.com, mit der sich Informationen mit Hilfe eines “schmelzenden” Links für einen vom Nutzer frei wählbaren Zeitraum online stellen lassen. Den vierten Hauptpreis erhielten Schüler der Freiherr-von-Stein Grund- und Gemeinschaftsschule Kiel. Sie haben unter dem Motto “Ein Elefant vergisst nie – Regeln für den Umgang mit dem Internet” Hefte, Plakate und eine Posterreihe entworfen.

Der Sonderpreis in der Kategorie Technik des Vergessens/Schüler ging an Stephan Lukas für sein Konzept “P3 – Picture and Privacy Protection” (PDF). Er beschreibt damit, wie sich Bilder nachträglich aus dem Internet entfernen lassen könnten. In der Kategorie Umgangsformen und Regeln erhielt den Sonderpreis für Schüler Marco Pleuter für ein Video über Cybermobbing und die unkontrollierte Verbreitung veröffentlichter Daten im Internet.
Einen kategorieübergreifenden Sonderpreis erhielt Jasmin Mikolay für ihr Konzept eines Hilfe- und Schulungsprogramm (PDF) für den Umgang mit dem Internet.

“Jeder muss wissen, dass das Internet nicht vergisst und Informationen im Netz auf Dauer verfügbar bleiben – und zwar regelmäßig auch dann, wenn sie am ursprünglichen Ort längst gelöscht sind. Rechtliche Regelungen stoßen daher an Grenzen. Jeder sollte sich aktiv damit auseinandersetzen, welche Informationen er von sich ins Netz stellt und – auch darüber müssen wir diskutieren – welche Informationen über andere er preisgibt”, erklärte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich.

“Ich bin begeistert, dass sich so viele Jugendliche mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Denn es ist die junge Generation der Digital Natives, die eine neue Kultur für den Umgang miteinander im Netz schaffen müssen. Die Bandbreite der Beiträge zeigt, dass die Ideen dafür noch lange nicht ausgeschöpft sind”, so Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Der Erfolg des Wettbewerbs zeige, dass in Deutschland noch erheblicher Diskussionsbedarf über die Regeln, Techniken und die Kultur der Internetnutzung bestehe.

(Bild oben links: Bitkom).

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