Amazon stellt jetzt SAPs Cloud-Dienst für Mobilgeräte-Management bereit

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Die Web Services des weltgrößten Online-Händlers gaben bekannt, fortan die „Afaria“-Dienste von SAP zu betreiben. Die Zusammenarbeit soll SAPs Produkt auf eine breitere Kundenbasis skalieren – Amazon sei der einzige Anbieter gewesen, der auch die passende Technik mitskalieren könne, erklärt SAP.

Mit SAP hat sich Amazon einen ganz großen Fisch als Kunden für seine Web-Services geangelt. Dessen Dienst zum Steuern von Mobilgeräte-Unternehmensflotten soll es den Kunden erlauben, billiger mit Mobil-Administrationsaufgaben zu Mitarbeiter-Smartphones und Tablets umzugehen.

Der SAP-Service Afaria, den Amazon künftig hosten soll, bietet neben dem Geräte-Management auch Lösungen zur Absicherung der Daten und Konfigurationen der Mobilgeräte im Rechenzentrum. Zudem steuert er die Mobilflotte wie gängige PCs im Unternehmen (SAP-Info dazu hier) und überspielt Security-Fixes sowie Software-Updates auf die einzelnen Geräte und optimiert die Bandbreiten bei der gemeinsamen Netz-Nutzung.

Die Technik dazu hatte das deutsche Softwarehaus mit seinem Zukauf Sybase erworben. Dem Wirtschaftsdienst Bloomberg zufolge  könnte der Deal mit Amazon dem Walldorfer Unternehmen dazu verhelfen, die Kundschaft für Afaria zu verzwanzigfachen. Zu den bislang rund 1000 Kunden zählten etwa der Pharmahersteller Novo Nordisk und Taiwans Polizeibehörden.

SAP-Manager Sanjay Poonen habe erklärt, mit Amazon müsse man sich nicht um die Skalierung der Infrastruktur kümmern. Einige Wettbewerber hätten versucht, dies selbst zu tun und hätten dann mit Software-Problemen und korrupten Daten gekämpft. Amazon, vergangenes Jahr noch mit Ausfällen seiner Webdienste gepeinigt, sei inzwischen „wirklich verlässlich“.

(Bild: Die Architektur des SAP-Afaria-Dienstes. Einige dieser Architektur-Bestandteile werden mittlerweile als Amazon-Dienst gehostet. Bildquelle: Sybase/SAP. )

 

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