Indien erobert unrühmlichen Spitzenplatz als häufigste Spam-Quelle

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Aus dem Land stammen inzwischen 9,3 Prozent des weltweiten Spamaufkommens. Ursache sind laut Sicherheitsanbieter Sophos die rasante Zunahme der Nutzerzahlen bei gleichzeitig schwachen Sicherheitsmaßnahmen. Die USA rangieren mit 8,3 Prozent auf Platz zwei. In Europa kommen die meisten Spam-Mails aus Russland und Italien.

Spohos hat seine Spam-Statistik für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Demnach kommt der meiste Spam nun aus Indien. Aufgrund rasant steigender Nutzerzahlen hat das Land die USA als Spitzenreiter des “Dirty Dozen” – also der zwölf größten Spam-Herkunftsländer – abgelöst.

Die Inder sind Sophos zufolge für 9,3 Prozent des Spams verantwortlich. Aus den USA kommen 8,3 Prozent, aus Südkorea 5,7 Prozent und aus Indonesien 5,0 Prozent – gleichauf mit Russland als europäischem Spitzenreiter. Aus Europa sind noch Italien (4,9 Prozent, Rang 6) und Polen (3,9 Prozent, Rang 8) in den Negativ-Top-12 von Sophos vertreten.

Die zwölf Nationen von Sophos als “Dirty Dozen” (Dreckiges Dutzend) bezeichneten Länder sind zusammen für fast 60 Prozent des Spams weltweit verantwortlich. Das liegt unter anderem an mangelhafter Sicherheit bei den Anwendern: Die wichtigste Spamquelle sind weiter zweckentfremdete PCs, die von ihren Besitzern unbemerkt einem Botnetz angehören.

Deutschland liegt in Sophos’ vierteljährlicher Statistik auf Platz 19. Es verantwortet 1,61 Prozent des weltweiten Spamaufkommens, die Schweiz 0,28 Prozent (Rang 52) und Österreich 0,21 Prozent (Rang 55).

Insgesamt ist das Spamvolumen zwar zurückgegangen, dies liegt aber vor allem daran, dass E-Mail an Bedeutung für Spammer verliert: Immer mehr Werbebotschaften und Malware-Nachrichten werden über Soziale Netze verbreitet. Sophos sieht neben den etablierten Kanälen Facebook und Twitter eine starke Zunahme bei Senkrechtstarter Pinterest.

In der Spam-Statistik von Sophos hat Indien die USA als unerfreuliche Nummer eins abgelöst (Grafik: Sophos).